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Ostkreis Kaum Resonanz auf Vision
Landkreis Ostkreis Kaum Resonanz auf Vision
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19:04 20.06.2014
So sehen die Pläne zur Geländemodellierung mit Lage wesent­licher Nutzungselemente der Anlage aus.Grafik: GFM-Systems
Amöneburg

Die Stadt strebt an, die größte Halle Mittelhessens in den Berg zu integrieren (die OP berichtete) - doch lediglich 14 Bürger scheint dies konkret zu interessieren. Größer war die Resonanz nämlich nicht, als Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg der Öffentlichkeit das „Atmen-Projekt“ zur Nachnutzung des ehemaligen Steinbruchs vorstellte. Vielleicht ist der Grund des schwindend geringen Interesses aber auch der, dass es ohnehin noch keinen Investor für das Millionen-Projekt gibt und selbiges noch absolute Zukunftsmusik ist.

Im Zuge des Projektes sollen eine 7500 Quadratmeter große, energieautarke Mehrzweckhalle, die sich harmonisch in die Landschaft schmiegt, mit Solarmodulen überdachte Parkplätze, Windkraft-Kleinanlagen, eine Rolltreppe, Lehrpfade und vieles mehr entstehen. So jedenfalls lautet das Konzept, das der Bürgermeister gemeinsam mit Geologe Folke Diederich präsentierte.

Wichtig sei es, Betreiber der Deponie zu werden, sagte Diederich. Absprachen mit dem Kreis beziehungsweise der Abfallwirtschaft Lahn-Fulda, an die die Stadt die Deponie verpachtet, seien notwendig, betonte Richter-Plettenberg und berichtete von „positiven Si­gnalen“ von Seiten des Kreises.

Danach war es für die Bürger an der Zeit, ihre Meinung zu äußern. Eine aus Mitgliedern der CDU, der AWG und des Heimat- und Verkehrsvereins bestehende Gruppe äußerte Wünsche: Bevor die Stadt etwas unternehme, müsse die Regionalplanung dem Projekt zustimmen, gaben die fünf Männer an und wünschten sich eine „vernünftige Verkehrsplanung“, ein „differenziertes Nutzungskonzept“ und Übernachtungsmöglichkeiten. Zudem solle darüber nachgedacht werden, ob mehrere kleine Hallen möglich seien.

„Ich sehe den Punkt ,elektrische Rolltreppe‘ skeptisch. Er bedeutet einen Eingriff in die historische Substanz Amöneburgs“, kommentierte Reinhard Forst. Andere Besucher stellten heraus, dass es auch in Marburg und Stadtallendorf Hallen gebe. In der neuen Stadthalle in Marburg könnten bestimmte Konzert nicht stattfinden, entgegnete Diederich und ergänzte, dass auch Kongress- und Messeveranstaltungen in Amöneburg möglich würden.

„Wir können weiterhin im Dialog bleiben“, fasste das Stadtoberhaupt zusammen und forderte die Bürger auf, sich einzubringen. „Ein größeres Interesse der Bevölkerung wäre wichtig“, ergänzte Peter Greib.

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