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Katze nach Misshandlung eingeschläfert

Tierquälerei Katze nach Misshandlung eingeschläfert

Auf besonders brutale Weise wurde in der Beethovenstraße in Stadtallendorf eine Katze schwer verletzt. Tierärztin Ute Vogel musste das Tier später einschläfern.

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Kater „Micky“ musste eingeschläfert werden, nachdem ihn ein Unbekannter schwer verletzte.

Quelle: Privatfoto

Stadtallendorf. Es geschah am Samstag, 12. Januar in der Beethovenstraße in Stadtallendorf. Nicole Jordan ließ Kater „Micky“ gegen 19 Uhr nach draußen. Um 23.30 Uhr rief sie gewohnheitsmäßig nach ihrem Tier. Als Micky entgegen aller Gewohnheiten nicht reagierte, suchte sie am Haus nach dem Kater. Als sie das Tier gleich darauf fand, bemerkte sie, dass der Kater blutete und klagend miaute.

Am Schwanz hochgehoben und getreten

Sie brachte das Tier in die Praxis von Dr. Ute Vogel, wo das Tier am nächsten Tage operiert wurde. Doch alles Bemühen half nichts, am 14. Januar musste die gerade einmal neun Monate alte Katze eingeschläfert werden. Aufgrund der schweren Verletzungen ist Ute Vogel sicher, dass das Tier von einem Unbekanten brutal misshandelt wurde.

Einen Autounfall schließt Vogel aus. „Die Katze war trocken, an jenem Abend war es überall nass“, sagte Vogel im Gespräch mit der OP. Außerdem ergeben die Verletzungen für die Veterinärin ein anderes Bild. Sie spricht von einem „wahnsinnigen Gewalttat“. Möglicherweise wurde „Micky“ laut der Veterinärin am Schwanz hochgehoben und getreten. Die Schwanzwurzel des Tieres war ausgerissen, das Becken und die Wirbelsäule gebrochen. Vogel schließt auch nicht aus, dass das Tier mit einer Eisenstange oder ähnlichem geschlagen worden ist.

Halterin Nicole Jordan setzte sich unter anderem mit dem Tierschutzverein in Marburg in Verbindung. Elmar Altwasser vom Vereinsvorstand weiß bisher von keinem weiteren konkreten Fall einer solchen Misshandlung.

Tierschützer wollen „sensibilisieren“

Aktenkundig wurde zuletzt die Geschichte einer angeschossenen Katze in Amöneburg. Das Tier starb im vergangenen Jahr an einer Bleivergiftung, nachdem mit Kleinkalibermunition auf Katerchen „Peter“ geschossen wurde. Die Polizei hatte einen mutmaßlichen Tatverdächtigen ermittelt.

Nicole Jordan hat nach eigenen Angaben bei der Polizei versucht, eine Anzeige gegen Unbekannt zu erstatten, ihr sei aber gesagt worden, dass das wenig erfolgversprechend sei.

Polizeisprecher Martin Ahlich sind bisher keine vergleichbaren Straftaten in Stadtallendorf und Umgebung aus der jüngsten Vergangenheit bekannt. Der Tierschutzverein sieht nach dem Vorfall auch noch keinen Grund für eine generelle Warnung an Katzenbesitzer. „Wir möchten aber für das Thema sensibilisieren“, sagt Elmar Altwasser und rät zumindest zu verstärkter Aufmerksamkeit in der Beethovenstraße und der näheren Umgebung.

Nicole Jordan hofft, dass sich bei ihr in den nächsten Tagen Zeugen melden, damit sie mehr darüber erfährt, was mit Kater „Micky“ an jenem Abend geschehen ist.

  • Hinweise bitte an Nicole Jordan an ihre E-Mailadresse chuckyone@gmx.de
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