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Ostkreis Katze in Amöneburg brutal getötet
Landkreis Ostkreis Katze in Amöneburg brutal getötet
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21:31 29.06.2018
Mit diesem Flugblatt wollen Tierschützer zusätzlich auf die ­Katzentötungen aufmerksam machen.  Quelle: privat
Amöneburg

Es ist mittlerweile der dritte Fall, in dem eine Katze im Ostkreis getötet oder schwer verletzt wurde. Alles nahm am 10. Juni in Schweinsberg seinen Anfang, als eine zutrauliche Katze tot aufgefunden wurde. In der Nacht zum 14. Juni malträtierte ein Unbekannter in Amöneburg eine Katze, ihr musste ein verletztes Auge entfernt werden. Sie überlebte die Tat allerdings.

Polizei setzt auf Hinweise

Jetzt kam es in der vergangenen Woche unterhalb des Mauerrundweges an der Untergasse nahe einem Brunnen zu einem schlimmen Fund. Eine Tierschützerin geht davon aus, dass die Katze höchstens vier Wochen alt war. Laut Polizeisprecher Martin Ahlich deuteten in beiden Fällen die Spuren daraufhin, dass die Tiere durch einen scharfen Gegenstand mutwillig getötet wurden, wie er gestern mitteilt. „Ob es zwischen den Fällen einen Zusammenhang gibt, lässt sich vermuten, es ist aber keineswegs bewiesen“, sagt Ahlich auf Nachfrage der OP. In beiden ­Fällen ermittelt die Polizei wegen Tierquälerei.

Zugleich haben Tierschützer aus dem Landkreis die Belohnung erhöht, die von privater Seite für Hinweise ausgesetzt ist, die zur Ergreifung des Täters führen. „Sie liegt mittlerweile bei insgesamt 4 000 Euro“, erklärt die Tierschützerin. Sie und ihre Unterstützer wollen selbst noch mehr tun und damit auch die Polizei unterstützen. Ab heute sollen in Amöneburg wie auch in Schweinsberg und Umgebung Flugblätter verteilt werden, um zu informieren.

Es gehe darum, mögliche Hinweisgeber zu finden und Tierhalter zu sensibilisieren, so die Tierschützerin. Natürlich hoffen die Initiatoren auch darauf, den öffentlichen Druck auf den Täter damit zu erhöhen. Wie sehr die Menschen diese Tierquälereien beschäftigt haben, zeigte sich auch bei den Kommentaren auf der Facebook-Seite der OP zu den bisherigen Fällen. Bei der in Amöneburg getöteten Babykatze ist derzeit völlig unklar, ob sie einen Besitzer hatte oder wie die Polizei derzeit vermutet, eine wildlebende Katze war. Laut der Tierschützerin hatte sie ein grau-weißes Fell. Sollte jemand ein Kätzchen dieses Alters in Amöneburg vermissen, so sollte er sich umgehend bei der Polizeistation Stadtallendorf melden.

Die Polizei hat konkrete Fragen im Zusammenhang mit den geschilderten brutalen Tierquälereien: Wer hat zwischen Samstag, 9. Juni, 23 Uhr und Sonntagmorgen, 7.30 Uhr, rund um den Fundort in Schweinsberg etwas gehört oder gesehen, das mit dem Fall im Zusammenhang stehen könnte? Wer hat vor Donnerstag, 21. Juni, in ­Amöneburg beim Mauerrundweg Beobachtungen gemacht, die mit der Tötung der Katze oder dem Beseitigen des toten Tieres etwas zu tun haben könnten?

Ahlich rät: „Halten Sie auch in Zukunft die Augen offen und melden Sie verdächtige Beobachtungen“.

Die Tierschützerin weist gegenüber der OP auch auf eine weitere Katze hin, die in Amöneburg seit dem 16. Mai vermisst wird. Sie heißt „Mia“ und hat ein weißes Fell mit schwarzen Tupfern. Ob ihr Verschwinden mit den Tierquälereien in Zusammenhang steht, ist allerdings völlig unklar.

Hinweise zu den geschilderten Straftaten bitte an die Polizei in Stadtallendorf, Telefon 0 64 28 / 9 30 50.

von Michael Rinde