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"Karnevalshochburg" wird verteidigt

Wohratal "Karnevalshochburg" wird verteidigt

Mit einem Programm aus zahlreichen Gastgruppen feierte die kleinste Gemeinde des Landkreises eine ganz große Prunksitzung. Zum 12. Mal hieß es am Samstagabend „Karneval in Wohratal".

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Prunkvoll und bunt ging es beim Karneval in Wohratal zur Sache.

Quelle: Tobias Hirsch

Wohratal . Wer es an der langen Schlange am Eingang und dem „Türstecher“ Helmut Becker, Erster Beigeordnete der Gemeinde Wohratal, vorbeigeschafft hatte, musste erst einmal die Augen zukneifen: Der renovierte Saal des Bürgerhauses strahlte in einem hellen Weiß. Es roch sogar noch nach Farbe. Bürgermeister Peter Hartmann hatte bis zum letzten Augenblick arbeiten lassen, damit der Saal pünktlich zur 12. Karnevalssitzung des TSV Wohratal fertig ist.
Dramatische Musik ertönte, und dann kam er auch schon: Mit blank poliertem Helm und im Kettenhemd schritt der Gemeindechef in den vollbesetzten Saal. Schild und Schwert ließen erahnen, dass er sich nicht so rausgeputzt hatte, um sich für die Sanierung feiern zu lassen. Hartmanns Augenmerk galt den Gestalten auf der Bühne: Eine Horde Wikinger lungerte um ein Lagerfeuer herum. Der Gemeindechef schien zu unterliegen. Doch dann stürmten acht weitere Kreuzritter auf die Bühne. Eine minutenlange Schlacht entbrannte. Musik und Lichteffekte erweckten bei den 300 Zuschauern den Eindruck eines Theaterstücks. Die Heiden wurden aus dem geloben Wohratal vertrieben. Hartmanns Ritter besetzten die „Karnevalshochburg“ und Prinz Ratz (Jens Ratz) sprach zum Volk: „Willkommen beim Karneval in Wohratal“.
In der selbsternannten Karnevalshochburg Wohratal zelebriert der TSV Wohratal zweifelsohne den aufwändigsten „Elferratseinzug“ im Ostkreis. Da der Sportverein über keine Karnevalsabteilung verfügt, beschränkt er sich jedoch auf einen Neunerrat. Die mangelnde Abteilung ist vermutlich auch der Grund für das hochkarätige Faschingsprogramm in der kleinsten Gemeinde des Landkreises. Über die Hälfte der Beiträge werden nämlich „eingekauft“ – aus wirklichen Faschingshochburgen, was alles andere als ein Nachteil ist.

von Tobias Hirsch

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