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Kandidat will Stadt „auf Kurs bringen“

Rauschenberg Kandidat will Stadt „auf Kurs bringen“

Dem 43 Jahre alten Markus Heeb gelang es am Freitagabend, die 15 anwesenden SPD-Ortsvereins-Mitglieder mit klaren Worten zu überzeugen. Er tritt am 7. Oktober bei der Rauschenberger Bürgermeisterwahl an.

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Sie demonstrierten am Freitagabend Einigkeit: Ute Badenhausen-Klös (von links) und Herbert Busch vom SPD-Vorstand, Kandidat Markus Heeb und Sören Bartol und Dr. Thomas Spies vom SPD-Unterbezirk.

Quelle: Michael Rinde

Rauschenberg. Zielstrebigkeit hat Markus Heeb offenbar in seinem bisherigen Berufsleben ausgezeichnet. Nach der Ausbildung fasste er den Entschluss, die höhere Beamtenlaufbahn einzuschlagen – einschließlich Studium. Mittlerweile arbeitet er als Büro- und Hauptamts­leiter in Beselich, kennt mittlerweile drei Verwaltungen, war in Kirchhain unter anderem stellvertretender Sozial- und auch Bauamtsleiter, ein kleiner Ausschnitt aus einer 27-jährigen Verwaltungslaufbahn.

Jetzt stellt sich der Sozial­demokrat einer neuen Herausforderung: Er will in Rauschenberg Rathauschef werden. „Ich bin beseelt von dem Gedanken,Veränderungen zu schaffen, Innovationen voranzubringen“, begründete er seinen Schritt.

Eine Hürde hat er genommen: Am Freitagabend nominierten ihn die Mitglieder des Rauschenberger Ortsvereins einstimmig. Vorher hatte der 43-Jährige mit seiner Bewerbungsrede überzeugt. In der anschließenden Diskussion ging es nicht um Heebs Person oder Qualifikation, sondern um konkrete Sachfragen.

In seiner Rede nannte Heeb gleich konkretere Ziele: Wesentlich ist ihm, die Infrastruktur zu erhalten. Als Beispiel nannte er das Freibad und die Gemeinschaftshäuser. „Ansonsten gingen der Stadt Bezugspunkte verloren“, betont er. Das immer problematischer werdende Thema Leerstände kommt für ihn gleich an zweiter Stelle. Er verweist auf Erfahrungen und besondere Qualifikationen, die er bei diesem Thema bereits habe. Der geborene Burgholzer sieht bei sich selbst auch soziale Kompetenz, die er sich in der Vereinsarbeit, unter anderem im Verschönerungsverein Burgholz und bei der Kirchhainer Feuerwehr, erworben habe. „Ich weiß, was an der Basis los ist“, fasste er zusammen. Sein Leitmotiv, das schon wie ein passender Wahlkampfslogan klang, steht auch bereits fest: „Ich will Rauschenberg wieder auf Kurs bringen.“

Seit 1998 ist er Sozialdemokrat. Aufgrund seiner Verwaltungsposition hatte Heeb nach eigener Aussage noch keine Mandate in kommunalen Gremien.

Schützenhilfe bekam der in Burgholz aufgewachsene Heeb vom SPD-Unterbezirksvorsitzenden Sören Bartol und vom Landtagsabgeordneten Thomas Spies. Nach der Kür von Heeb warb Bartol bei den Anwesenden für breite Unterstützung während des Wahlkampfes. Ortsvereins-Vorsitzender Herbert Busch stellte gleich klar: „Das haben wir ihm schon vorher versprochen“.

Ein Gespräch des Vorstands mit Bartol und Spies hatte laut Busch seinerzeit den Ausschlag dafür gegeben, in jedem Falle einen eigenen Kandidaten zu stellen.

Nachfragen gab es aus den Reihen der Mitglieder nur dazu, wie Markus Heeb mehr Bürgernähe als Bürgermeister erreichen will. Seine Ideen dazu reichten von der Übertragung von Parlamentssitzungen bis hin zu monatlichen Dienstbesprechungen mit allen Ortsvorstehern, mehr Bürgerversammlungen und zahlreichen Neuerungen wie regelmäßigen Sprechstunden. „Wenn ich im Büro sein werde, steht meine Tür außerdem immer offen“, versprach der Kandidat.

Mit Markus Heeb steht nach dem Josbacher Ortsvorsteher Michael Emmerich (CDU) der zweite Bewerber bei der Wahl am 7. Oktober fest. Außerdem hat Anders Arendt, der frühere Amöneburger Bürgermeister, sein Interesse an einer Kandidatur angekündigt.

von Michael Rinde

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