Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Ostkreis Junge Migranten sollen „mitmischen“
Landkreis Ostkreis Junge Migranten sollen „mitmischen“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:20 12.10.2010
Claus Schäfer sprach auch nach dem Ende der Diskussionsrunde noch mit den Jugendlichen über Anregungen, Kritik und Wünsche. Der Abend bildete den Abschluss der Interkulturellen Woche in Stadtallendorf. Quelle: Karin Waldhüter

Stadtallendorf. Im Mittelpunkt der Abschlussveranstaltung der Interkulturellen Woche, initiiert von dem Verein Interkulturelle Begegnung Stadtallendorf, (IBiS) standen vor allem junge Menschen mit Migrationshintergrund.

Gekommen waren Politiker aus vier Parteien: Ulrike Quirmbach Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes, Philipp Hesse, stellvertretender Vorsitzender des Ortsvereins der SPD, Sandra Salzer stellvertretende Ortsvorstandsvorsitzende der FDP, und die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Kreistag, Sandra Laaz. Vorbereitet wurde die Veranstaltung von jungen Menschen mit Migrationshintergrund aus Stadtallendorf mit Unterstützung des IBiS-Teams.

Drei Themenbereiche hatten die Jugendlichen für die Abend vorbereitet: Wie lassen sich Jugendliche – insbesondere mit Migrationshintergrund – für die Kommunalpolitik gewinnen? Zudem ging es um die Zusammenarbeit von Parteien und politischen Gremien der Kommune mit Migrantenorganisationen.

Als Drittes warfen die Teilnehmer die Frage auf, wie sich Migranten besser in der Kommunalpolitik betätigen können.

Während der mehr als zweistündigen Diskussion informierten die Politiker über die Jugendorganisationen ihrer Partei, gaben Tipps, wie man die jeweils richtige Partei für sich finden kann, und stellten Internetseiten für politisch interessierte Jugendliche vor.

Kritik äußerte Besucher Sakir Gülnez von der Alevitischen Gemeinde: Er sehe nicht, dass für Migranten etwas getan werde. Einladungen an die Politiker seien ohne Rückmeldungen geblieben, kritisierte er.

Dem widersprach Sandra Salzer (FDP). „Ich glaube, dass Stadtallendorf viel für junge Migranten macht“, betonte sie. Ulrike Quirmbach (CDU) wies in dem Zusammenhang auf den Hessentag hin, den Stadtallendorf für seine Integrationsleistung erreicht habe.

„Zum ersten Mal gibt es in Stadtallendorf keinen Ausländerbeirat mehr“, betonte Quirmbach. Dies sei ein Problem, denn somit gäbe es eine Plattform weniger.

„Was in unserem Land fehlt, ist Partizipation“, erklärte der Streetworker der Stadtjugendpflege Andreas Schumacher. Man müsse bestimmte Themen der Jugendlichen aufgreifen, dann erreiche man sie auch.

von Karin Waldhüter

Mehr lesen Sie am Dienstag in der Printausgabe der OP.