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Junge Kameraden arbeiten mit dem Kopf

Tag der offenen Tür Junge Kameraden arbeiten mit dem Kopf

Neustadts Feuerwehr ist gut aufgestellt und gut trainiert. Am Wochenende war dies aber nur Nebensache: Da konzentrierten sich die Kameraden auf ihren Tag der offenen Tür.

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Mülltonnenrennen und Wasser tragen waren nur zwei Spiele beim Tag der offenen Tür.Foto: Böttcher

Neustadt. „Hier hat man drei Schläuche, die müssen zu einem Zopf geflochten werden. Wer dann die meisten Knoten hat, bekommt Gummibärchen“, erklärt der zehnjährige Nico Reichenbach. Er gehört seit einem halben Jahr der Jugendfeuerwehr an und ist ganz begeistert von seinem neuen Hobby. Mit 17 Jahren möchte er in die Einsatzabteilung kommen, doch während des Tages der offenen Tür der Feuerwehr war er mit seinen Kameraden vornehmlich damit beschäftigt, anderen Kindern Spaß zu bereiten und eventuell neue Mitglieder zu werben.

Zu den Attraktionen gehören neben dem Zopfbinden eine Hüpfburg, Mülltonnenrennen oder Wassertransporte der ganz besonderen Art: An einem Holzkreuz war an jedem Ende ein Helm drehbar befestigt. Auf dem Kreuz stand ein mit Wasser gefüllter Eimer. Nun war es an den Jugendlichen, sich die Helme aufzusetzen und das Kreuz samt Wassereimer zu transportieren.

Diese Art Spiele gebe es nur während des Tages der offenen Tür, ansonsten werde einmal in der Woche feuerwehrtechnisch geübt, betonten die Jugendliche. Des Weiteren stünden schöne Unternehmungen auf dem Programm, beispielsweise die jährlichen Freizeiten zusammen mit der Partnerjugendwehr aus Neustadt in Holstein.

Um die 15 Jungen und das eine Mädchen (zwei Mädchen sind gerade in die Einsatzabteilung gekommen) kümmern sich Jugendfeuerwehrwart Frank Frohmüller und seine Stellvertreterin Martina Zinser. „Wir haben aber viel Unterstützung durch die Einsatzabteilung“, betont Frohmüller.

Der Tag der offenen Tür der Neustädter Wehr begann schon am Samstag mit einem Dämmerschoppen, zu dem viele Bürger und Angehörige befreundeter Wehren gekommen waren. Am Sonntag standen die aktuellen Fahrzeuge zur Besichtigung sowie ein hochmoderner Rüstwagen der Stadtallendorfer Wehr. Zwei alte Drehleiterfahrzeuge der Marburger Oldtimerfreunde und das ehemalige Neustädter Löschgruppenfahrzeug LF15 bildeten eine kleine Oldtimerausstellung. Besonders das 60 Jahre alte LF15 weckte bei den älteren Feuerwehrleuten Erinnerungen.

Zum Tag der offenen Tür sagte Wehrführer Wolfram Streichert: „Wichtig ist, dass die Bürger wissen, dass die Feuerwehr existiert, sie gut aufgestellt ist und im Ernstfall alles abarbeiten kann.“ Dazu hat die Neustädter Wehr rund 50 Aktive, von denen rund ein Zehntel Frauen sind.

von Klaus Böttcher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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