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Ostkreis Jugendliche wollen am Ortsrand bleiben
Landkreis Ostkreis Jugendliche wollen am Ortsrand bleiben
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20:24 14.10.2009
Nachdem das Jugendhaus im Januar abgebrannt ist, treffen sich die Stausebacher Jugendlichen in diesem alten Bauwagen. Quelle: OP

Stausebach. „Zurück zu den Wurzeln“. Dieser Spruch kommt bei den Stausebacher Jugendlichen im Moment nicht so gut an. Der Grund: seit Februar nutzen sie provisorisch einen alten Bauwagen als Treffpunkt – wie schon die Generationen vor ihnen. Und darüber sind sie alles andere als glücklich. Sie sehnen sich nach ihrer Blockhütte, die nach nur dreimonatiger Nutzungszeit aus noch immer ungeklärten Gründen abgebrannt ist.

Seitdem suchen die Stausebacher nach einer neuen dauerhaften Bleibe für ihre Kinder. Bürgermeister Jochen Kirchner hat daher die Prüfung von drei Standortvarianten in Auftrag gegeben. Diese stellte er während einer Bürgerversammlung in Stausebach vor. Einem Neubau am Schützenhaus hat der Landkreis von vornherein eine Absage erteilt. „Der Platz wäre eigentlich ideal. Er liegt außerhalb und ist komplett mit Strom, Wasser und Abwasser erschlossen“, sagte Kirchner. Da es sich aber um einen Außenbereich handelt, erteile der Kreis keine Genehmigung dafür, so Bürgermeister Kirchner.

Ein Anbau am Feuerwehrgerätehaus hätte aus baurechtlicher Sicht die geringsten Hürden. „Dort herrscht Baurecht. Ein Antrag wäre innerhalb weniger Wochen genehmigt“, sagte Kirchner. Auch könne man so die Defizite am Feuerwehrgerätehaus gleich mit beseitigen. Als Nachteil nannte der Rathauschef, dass die Planungen sehr viel Zeit in Anspruch nehmen, sodass von einer kurz- bis mittelfristigen Umsetzung keine Rede sein könne. Eine letzte Möglichkeit sei der alte Standort am Ortsrand. „Aber dafür ist ein Bebauungsplanverfahren nötig“, sagte Kirchner. Da der alte Platz in einem Trinkwasserschutzgebiet liegt und nicht erschlossen ist, sieht der Rathauschef dafür aber kaum Chancen. Der Grosteil der Stausebacher, darunter die Dorfjugend, favorisiert den alten Standort.

von Tobias Hirsch

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Printausgabe der OP.

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