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Ostkreis Jugendliche könnten ein "Tor zur Welt" öffnen
Landkreis Ostkreis Jugendliche könnten ein "Tor zur Welt" öffnen
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06:16 21.04.2012
Janina Mengel (hinten, von links), Sarah Braun, Lena-Maria Wieber, Sarah Schütz, Jonas Waldhüter (vorne, von links), Manuel Schick und Johannes Glitsch vom Kinder- und Jugendbeirat widmeten sich am Dienstag den Themen.Foto: Florian Lerchbacher
Amöneburg

„Das klingt richtig interessant“, kommentierte Sarah Braun die Ausführungen von Burkhard Wachtel vom Bürgerverein Mardorf, der den Jugendlichen das Projekt „Bürgerhilfe Amöneburg“ (die OP berichtete am Samstag) vorstellte und sie zur heutigen Infoveranstaltung (19 Uhr, Bürgerhaus Mardorf) einlud. Die Jungen und Mädchen waren sich einig, dass das Konzept gut sei und sich auch Jugendliche für den Helferpool anmelden sollten - vor allem vor dem Hintergrund, dass ehrenamtlich im Jahr bis zu 2400 Euro rausspringen könnten, wie Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg hervorhob. Mit dem Hund Gassi gehen, einkaufen, Rasen mähen - all dies seien Aufgaben, die sich auch nach der Schule erledigen ließen: „Dafür braucht man keine festen Arbeitszeiten“, betonte Sarah Braun. „Vielen älteren Menschen könnten wir auch einfach durch Besuche oder durch Zuhören eine Freude machen“, ergänzte Janina Mengel. „Vielleicht könnten wir den Senioren auch den Umgang mit Computern zeigen. Wir sind schließlich damit aufgewachsen“, fügte Manuel Schick hinzu - sehr zur Freude von Richter-Plettenberg: „Ihr würdet den Senioren so ein Tor zur Welt öffnen.“

Doch nicht nur durch die Bürgerhilfe wollen sich die Mitglieder des Kinder- und Jugendbeirats am sozialen Leben in der Kommune beteiligen: Am Dienstag legten sie fest, dass sie auch während des Kulturspektakels wieder in Erscheinung treten wollen. Einstimmig legten sie fest, während des Familientages mit Kunsthandwerkermarkt am Sonntag, 17. Juni, Crêpes zu verkaufen und Kinder und Jugendliche zu befragen - zum Beispiel dazu, ob sie den Beirat als Vertreter des Nachwuchses überhaupt kennen, vor allem aber zu Wünschen und Anregungen für ihre Heimat. Vor zwei Jahren hatte der Beirat schon einmal eine Befragung initiiert. Da seien aber vornehmlich Wünsche geäußert worden, die nicht realisierbar seien: zum Beispiel nach einem McDonalds, einem Freizeitpark oder einem Schwimmbad. „Wir müssen die Vorgaben machen, dass die Wünsche erfüllbar sind“, fasste Manuel Schick zusammen.

In Sachen Skateranlage übten die Jugendlichen Kritik am Standort - zum einen sei der Untergrund nicht optimal, zum anderen hätten sich Nachbarn beschwert. Vor allem wird Ersatz für Johannes Glitsch gesucht, der sich aufgrund schulischer Anforderungen nicht mehr so häufig um die Betreuung der Anlage kümmern kann.

von Florian Lerchbacher

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