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Jugend schützt vor Leistung nicht

Abendserenade Jugend schützt vor Leistung nicht

In romantischer Atmosphäre erlebten 300 Besucher einen kurzweiligen Serenadenabend in Langenstein, bei dem besonders der Gesangsnachwuchs beeindruckte.

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Ob einzeln oder wie hier zusammen: Die Nachwuchschöre aus Langenstein und Bracht gefielen durch ihren frischen, unbekümmerten Gesang. Foto: Klaus Böttcher

Langenstein. Auf Bohls Hof gibt es reichlich Platz und doch wurde es am Samstagabend manchmal eng. Das Gebäude, in dem ein großer Teil der Besucher saß, war festlich geschmückt. Man merkte kaum den Übergang vom festen Gebäude zu den aufgestellten Zeltdächern. Unter einem solchem stand auch die Bühne auf dem gepflasterten Hof. Das besondere an dem Serenadenabend: Für die Besucher gab es neben musikalischen auch kulinarische Genüsse. So bot ein Weingut seine Essenzen an. Die aufgebauten Stehtische waren entsprechend immer umlagert.

Der Posaunenchor Langenstein bescherte unter der Leitung von Günther Noppe dem Spätsommerabend einen schwungvollen Auftakt, bevor der MGV Ebsdorf zu krähen begann. Krähen deshalb, weil sie unter anderen das humorvolle Lied vom Hahn des Onkel Giacometo unter der Leitung von Klaus Fillsack gekonnt vortrugen.

Mit dem Langensteiner Kirchenchor begann dann der Auftritt von Lauer und Lauer. Denn die nun auftretenden Chöre wurden jeweils von einem der Brüder Lauer dirigiert. Ludwig Lauer leitet den starken Langensteiner Kirchenchor, der sich unter anderem mit dem beliebten Volkslied „Die Gedanken sind frei“ vorstellte.

Dann kam die große Stunde des Langensteiner Ortsvorstehers Udo Lauer mit seinen Kindern und Jugendlichen. Zunächst dirigierte er den jungen Chor Bracht, der mit der 1962 von Bob Dylan geschriebenen Hymne der Folk-Rock-Bewegung, „Blowin‘ in te Wind“, dem Abend eine melancholische Note verlieh und riesigen Beifall erhielt. Der Jugendchor Langenstein imponierte unter anderem mit „Halleluja“. Es war eine Freude, den jungen Sängerinnen und Sängern bei ihren frischen Auftritten zuzusehen und zuzuhören, die schließlich zusammen mit ihren Brachter Altersgenossen gemeinsam einen großen Chor bildeten.

Der zweite Teil des gelungenen Abends stand ganz im Zeichen des guten Männergesangs. Dafür sorgten die Männer aus Anzefahr und Emsdorf sowie der Gastgeber Frohsinn Langenstein.

Den würdigen Rahmen der Veranstaltung nutzten der Männergesangverein und der Jugendchor Langenstein, um langjährige Mitglieder zu ehren. Beim MGV waren es für 40 Jahre passive Mitgliedschaft Karl-Heinz Nummerich, für 25 Jahre aktiven Gesang Hermann Klusik und für 25 Jahre passive Mitgliedschaft Hans-Jürgen Kallenberg.

Bei den jungen Sängerinnen und Sängern wird auch schon für drei Jahre aktiven Gesang geehrt. Das übernahm der Bundes-chorleiter des Sängerbundes Kurhessen, Klaus Fillsack. „Langenstein ist ein Aushängeschild des Chorgesangs, ob MGV oder Jugendchor“, lobte er. Er stellte die Jugendarbeit heraus, denn so sei der Nachwuchs für die Erwachsenenchöre gesichert. Ehrung für drei Jahre: Lucas Arnold, Erik Heinze, Theresa Heinze, Lea-Maria Kraft und Heiko Stock. Fünf Jahre: Aron Brunner, Julian Görge, Anna-Lena Grotzki, Julian Kreis, Jan Mayer und Maximilian Pape. 15 Jahre: Theresa Greif.

von Klaus Böttcher

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