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Irrlichter sind Feuer und Flamme für Schlossruine

Kulturspektakel Irrlichter sind Feuer und Flamme für Schlossruine

Es wird künstlerisch, anspruchsvoll, unterhaltsam und traditionell aber auch spektakulär und feurig: Das Programm des in der kommenden Woche beginnenden Kulturspektakels ist vielversprechend.

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Die Show der Gruppe ist feurig und heiß. Fotos: Monika Diehl

Amöneburg. Acht Tage lang ist die Schlossruine das kulturelle Zentrum des Landkreises - mit einer Ausnahme: Das von den „Jungen Kehlchen“ des MGV Mardorf vorbereitete Kindermusical führen die Nachwuchssänger in Raabs Saal in ihrem Heimatdorf auf.

Traditionell beliebte Veranstaltungen wie die Nacht der Blasmusik, der Kunsthandwerkermarkt und natürlich ein Mitmachkunstwerk finden sich in dem Programm des Spektakels ebenso wieder wie einige Neuerungen. Für die wahrscheinlich spektakulärste Aufführung sorgt direkt am ersten Tag die Marburger Feuerspielgruppe „Irrlicht und Irrsinn. Feuerspiel und Flammentanz“, die „Der Feuerlehrling“ aufführt - eine Show frei nach Johann Wolfgang von Goethes „Zauberlehrling“.

Schon im vergangenen Jahr hatte die Gruppe mit ihrer Feuershow das Rockkonzert von Softeis untermalt und für Begeisterung und Bewunderung beim Publikum gesorgt. „Das war der spektakulärste Auftritt der Saison“, erinnert sich Daniela Meinhardt, die mit ihren zehn Mitstreitern sonst zumeist bei Hochzeiten und anderen Feiern auftritt. Das Zusammenspiel mit den Musikern sei etwas ganz Besonderes gewesen. Noch dazu sei die Schlossruine eine „grandiose Kulisse“ für ihre Show, betont sie.

Auch in diesem Jahr treten die Feuerkünstler wieder zusammen mit Softeis auf. Zusätzlich planen sie jedoch, die Geschichte des „Feuerlehrlings“ aufzuführen, der die Kontrolle über heraufbeschworene Feuergeister verliert und auf die Hilfe seines Meisters angewiesen ist - damit das Publikum während der zu Musik aufgeführten Nummern jederzeit in der Geschichte bleibt, gibt es Textpassagen, in denen die Handlung erklärt wird. Die Show ist insgesamt rund 45 Minuten lang.

„Irrlicht und Irrsinn“ hat elf Mitglieder. Die Anfänge liegen im Jahr 2008: Meinhardt war mit ihrem damaligen Freund auf Mittelaltermärkten unterwegs und war von den Feuergauklern begeistert. Hendrik Weller berichtete ihr, dass es entsprechende Kurse gebe und ließ sich von der jungen Frau auch zum Mitmachen überreden. Der Funke sprang über und schnell waren auch andere Interessierte Feuer und Flamme. Im Jahr 2009 folgte der erste Auftritt, im Jahr 2010 die Namensgebung von „Irrlicht & Irrsinn“. Die Gruppe trainiert donnerstags zwischen 18.30 und 20 Uhr in der Alten Mensa in Marburg und ist offen für Gäste. Angst vor Verletzungen muss niemand haben, wie Meinhardt betont: Die Sicherheitsvorkehrungen seien hoch, bisher habe sie - wenn einmal etwas schief ging - höchstens oberflächliche Verbrennungen davongetragen. Und Neulinge müssen ohnehin erst die Basics erlernen, bevor sie mit dem Feuer spielen dürfen.

Weitere Infos http://www.irrlicht-irrsinn.de/

DAS PROGRAMM

Freitag, 15. Juni, 20 Uhr: „Feuer, Licht und Chor goes Pop“ mit der Tafelrunde Amöneburg, der Feuerspielgruppe „Irrlicht und Irrsinn“ sowie einer Präsentation von Lichtermotiven.

Samstag, 16. Juni, 20 Uhr: Ein Ensemble der Waggonhalle zeigt das Theaterstück „Das Wirtshaus an der Lahn II“.

Sonntag, 17. Juni, 10 Uhr: Familientag und Kunsthandwerkermarkt mit mehr als 30 Ständen. 13 Uhr: Präsentation des Mitmachkunstwerkes. 14 Uhr: Auftritt der Gestiko-Kids. 13.30 bis 17.30 Uhr: Spiel und Animationsprogramm vom Affentheater aus Solingen.

Dienstag, 19. Juni, 20 Uhr: „Wir sind wieder... wer? 60 Jahre BuntesDeutschland – eine musikalisch-historische Reise“ mit „Pömps“.

Mittwoch, 20. Juni, 10 Uhr: 27 „Junge Kehlchen“ des MGV Mardorf zeigen das Kindermusical „Das geheime Leben der Piraten“ (Aufführung in Raabs Saal in Mardorf).

Donnerstag, 21. Juni, 20 Uhr: Peter Radestock und Stefan Gille führen „Abendstunde im Spätherbst“ auf, eine hintergründige, bissige und witzige Kriminalkomödie von Friedrich Dürrenmatt.

Freitag, 22. Juni, 20 Uhr: Nacht der Blasmusik mit Mundartmusik im Anschluss.

Samstag, 23. Juni, 20 Uhr: Rockkonzert mit Softeis und Vorbands und Feuershow.

von Florian Lerchbacher

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