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Ostkreis „Irgendwann ist Schluss mit lustig“
Landkreis Ostkreis „Irgendwann ist Schluss mit lustig“
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18:40 16.03.2011
Wer überschuldet ist, muss mit der Zwangsversteigerung seiner Immobilien rechnen. Um ein Grundstück vor dem Zugriff seiner Gläubiger zu schützen, gab ein Schuldner eine falsche eidesstattliche Versicherung ab. Quelle: OP

Kirchhain. Strafrichter Joachim Filmer verhängte lediglich gegen einen Kfz-Meister aus dem Ostkreis eine Freiheitsstrafe. Die Staatsanwaltschaft warf dem 61-Jährigen eine falsche eidesstattliche Versicherung vor. Am 9. Februar 2009 habe dieser gegenüber der Gerichtsvollzieherin verschwiegen, dass er noch Eigentümer eines Grundstückes sei, um dieses vor dem Zugriff von Gläubigern zu schützen.

Während sich der Angeklagte uneinsichtig zeigte und den Vorwurf weit von sich wies, bekräftigte die als Zeugin gehörte Gerichtsvollzieherin den Vorwurf der Staatsanwaltschaft. Der Angeklagte habe trotz Belehrung, dass alle Angaben wahrheitsgemäß erfolgen müssten, die Frage, ob er Eigentümer von Grundbesitz sei, verneint.

Der Richter hatte keine Zweifel an der Aussage der Zeugin und verurteilte den schon mehrfach vorbestraften 61-Jährigen zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten auf Bewährung und einer Geldbuße in Höhe von 900 Euro.

Mit der Einstellung des Verfahrens gegen Zahlung einer Geldauflage in Höhe von 400 Euro endete der Prozess gegen eine 63-jährige Rentnerin. Die zur Tatzeit hoch verschuldete Amöneburgerin hatte im Januar 2008 Schuhe im Wert von 123 Euro bestellt, ohne diese bezahlen zu können.

Die Amöneburgerin, die auf ähnliche Weise einen Großteil ihrer Schulden angehäuft hatte, zeigte sich geständig und reumütig. Trotz psychologischer Behandlung schlage das Verlangen, Waren zu bestellen, bei ihr noch ab und zu durch.

von Marius Mayer

Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Donnerstag in der Printausgabe der OP.