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Ostkreis Integration mit viel Musik
Landkreis Ostkreis Integration mit viel Musik
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21:32 30.05.2016
Zum Fest gehörte auch ein Blindenparcours, in dem die Schüler besondere Erfahrungen sammelten. Quelle: Karin Waldhüter
Stadtallendorf

In vielen Beiträgen präsentierten Schüler und Lehrer die Arbeit der großen Schulfamilie. Ein großes Plakat, direkt über dem Eingang des Verwaltungsbereichs hieß die Besucher in Italienisch, Russisch, Arabisch, Türkisch, Spanisch, Polnisch und vielen anderen Sprachen der Welt willkommen. „Eine Welt für alle“, so lautete das Motto des Schulfestes.

Gleich zur Eröffnung des Festes sorgte die orientalische Tanzgruppe Maya el Mayalla, unter der Leitung von Oksana Walth, für eine Superstimmung auf dem Schulhofgelände. „Wir wollen heute ein Schulfest feiern, das zeigt, dass unsere Welt für alle da ist“, erklärte Cornelia Gampe, Stufenleiterin der Jahrgangsstufen sieben und acht.

Sie hatte federführend die Organisation des Festes inne. Kennzeichnend für Stadtallendorf ist die hohe Vielfalt verschiedener Nationen. Diese Vielfalt zeigt sich auch im Herkunftsbild der Schüler an der GBS. Die Nationalitätenvielfalt wurde in verschiedenen Aktionen und einem großen Speiseangebot mit Spezialitäten aus aller Welt aufgegriffen.

Bemerkenswert auch das zum Motto des Festes entstandene Plakat, das nach einer Gemeinschaftsidee der Schüler entwickelt und im Vorfeld in verschiedenen Kursen diskutiert worden war. Nour Aljadaan aus Syrien und Melissa Kal aus der Klasse G9a hatten das Bild gezeichnet.

Theaterwissenschaftlerin arbeitet mit Schülern Tanz aus

Darauf zu sehen ist ein Gesicht vor einer Weltkarte. Die eine Seite des Gesichts ist die eines weißen Menschen mit braunen Augen und Rastalocken. Die andere Seite des Gesichtes ist die eines braunen Menschen mit blauen Augen und blonden Haaren. Ausgerichtet auf das Motto war dem Fest eine Projektwoche vorangegangen. Derzeit besuchen 68 Flüchtlingskinder die Georg-Büchner-Schule und lernen in den Sprachenklassen die deutsche Sprache.

Die Gruppe „Moglo“, mit Olaf Roth und Michael Bandac von der Musikschule Marburg, hatte mit Schülern der Sprachenklasse unter dem Motto „Singen für Lebensfreude“ intensiv gearbeitet. Etwa 25 Schüler mit sieben bis acht verschiedenen Nationalitäten nahmen an dem Workshop teil.

Einen lateinamerikanischen Tanz hatte die kubanische Theaterwissenschaftlerin Beatez Suarez mit 12 Schülern der Sprachenklasse und Schülern der G8-Klassen ausgearbeitet und gemeinsam eine Choreographie entwickelt. Die 12-köpfige Gruppe hatte sich seit Februar einmal in der Woche für drei Schulstunden getroffen. „Die Flüchtlingskinder sind schon sehr gut integriert und sprechen schon gut Deutsch, obwohl manche erst sieben Monate hier sind“, berichtete ­Beatez Suarez.

Wie es sich anfühlt blind zu sein oder auf den Rollstuhl angewiesen zu sein, konnten die Besucher auf einem Parcours selbst ausprobieren.

von Karin Waldhüter