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Initiative zum besten Zeitpunkt

Klimaschutz Initiative zum besten Zeitpunkt

„Ich interessiere mich für das Klima und will etwas unternehmen, um meine Zukunft zu sichern.“ Viertklässler Henrik weiß genau, warum er am Projekt „Plant for the planet“ teilnimmt.

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Cora, Daniela und Henrik vertraten die Grundschule Mengsberg-Momberg bei der Konferenz „Plant for the planet“ und durften entsprechend auch den ersten Baum pflanzen.Foto: Florian Lerchbacher

Mengsberg. Die Initiative der Viertklässler der Grundschule Mengsberg-Momberg könnte gar nicht zu einem besseren Zeitpunkt kommen: Die Jungen und Mädchen beteiligen sich an dem vom einem Kind ins Leben gerufenen Projekt „Plant for the planet“. Ziel es ist, dass Kinder weltweit eine Milliarde Bäume pflanzen und so die Zukunft des Planeten sichern.

Und der Zeitpunkt ist deswegen optimal, weil der Wald und die Natur an sich auch ein wichtiger Bestandteil der Vorbereitungen des Dorfes auf den Landeswettbewerb von „Unser Dorf hat Zukunft“ ist. Ein Wald- und Naturlehrpfad, eine Steuobstwiese und die Erweiterung des Kinderwaldes um eine mit den Bäumen des Jahres gespickte Anlage sind drei der zahlreichen Projekte, die die Erwachsenen angestoßen haben.

Nun treten die Kinder quasi in ihre Fußstapfen und ergänzen die Arbeiten. Ursprung der Initiative war der Besuch eines Workshops zum Thema Klima: „Ich wollte den Klimawandel im Unterricht behandeln, Informationen sammeln und erfahren, wie ich das Thema kindgerecht umsetzen kann“, erinnert sich Lehrerin Anette Zinser. Dort habe sie von „Plant for the planet“ und einer Konferenz erfahren. Die Viertklässler Cora, Daniela und Henrik hätten sich sofort bereiterklärt, daran teilzunehmen und ihre Mitschüler anschließend über die Ergebnisse zu informieren.

Gesagt, getan. „Ich interessiere mich für die Umwelt und möchte etwas für sie tun“, erklärt Daniela ihre Motivation. Und so gründete sie mit ihren Mitschülern einen Club, den sie „Plant for the planet“ nannten und wollen die Ziele des Projektes umsetzen. Drei Bäume haben sie bereits gepflanzt: Im Kinderwald stehen nun eine Wildkirsche, eine Eberesche und eine Himalaya-Birke. Weitere Pflanzungen an der Grundschule sollen folgen.

Auch ihre Eltern informierten die Kinder bereits über die Natur, die Faszination des Waldes und seiner Bewohner sowie die Gefahren des Klimawandels, denen sie entgegenwirken wollen - schließlich wandeln Bäume den Klimakiller Kohlendioxid in Sauerstoff um, hebt Cora hervor.

Als nächstes wollen die Kinder mehr über die Nutzung von Sonnen- und Windenergie erfahren. Geplant ist außerdem, „Klimameilen“ zu sammeln, wie Zinser erklärt: „Wir wollen versuchen, so gut wie möglich auf das Auto zu verzichten.“ Dies sei natürlich nur durch ein Zusammenwirken von Kindern und Eltern zu erreichen - angefangen dabei, dass die Erwachsenen darauf verzichten, ihre Sprösslinge mit dem Auto zur Schule zu fahren und nach anderen Möglichkeiten zu suchen.

von Florian Lerchbacher

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