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18:48 25.05.2012
Hartwig Schröter erklärt ein Werk seines Vaters, das bei der Eisengießerei Winter entstand. Foto: Karin Waldhüter
Stadtallendorf

Beim Internationalen Museumstag wurde die Ausstellung „Impressionen aus dem Landkreis Industrie - Landschaften - Menschen“ mit Aquarellen und Zeichnungen des Künstlers Adolf Schröter im Stadtmuseum eröffnet. Mehr als 5 000 Werke hat Adolf Schröter hinterlassen: 25 Werke, die sich allesamt in Privatbesitz befinden, kehren jetzt an den Ort ihrer Entstehung zurück und sind bis zum 20. August im Dokumentations- und Informationszentrum und Stadtmuseum Stadtallendorf zu sehen.

Die Ausstellung zeigt Werke zu den zwei gegensätzlichen Themenbereichen: Landschaftsimpressionen und Industrie, mit Menschen in ihrer speziellen Arbeitswelt. Neben zwei Stadtansichten Marburgs, zwei Flusslandschaften der Lahn und Ohm und Landschaftsbilder um Mellnau, Amöneburg und Bauerbach, zeigt die Ausstellung auch einige Fachwerkimpressionen.

Hinzu kommen Werke deren direkter Bezug zu Stadtallendorf sich aus einer Serie von Szenen ergibt, die 1960 vor Ort in der Eisengießerei Fritz Winter entstanden sind. Adolf Schröters Sohn Sohn Erhart verdiente sich als Student dort etwas Zubrot für sein Kunststudium. Bürgermeister Christian Somogyi eröffnete die Ausstellung„ Ein Museum muss leben!“, mit diesen Worten beginnt Therese Komkowski vom Heimat- und Geschichtsverein ihr Grußwort. Ein solcher Auftrag für ein Museum, nämlich zu leben, sei wichtig um die Einrichtung für Menschen aller Altersschichten, Nationalitäten und Gesellschaftsschichten interessant zu machen. Der Porträt- und Landschaftsmaler, Druckgrafiker und Kunsterzieher Adolf Schröter lebte von 1957 bis zu seinem Tod im Jahre 1997 in Marburg. Als Studienrat war er unter anderen an der Martin-Luther-Schule in Marburg tätig. Nach dem Tod seiner Ehefrau im Jahre 1963 widmete er sich zunehmend und nach seiner Pensionierung ausschließlich der Malerei. Die Themen seiner späteren Werke lassen seine große Liebe zur Natur erkennen. Zeitweise sichtlich gerührt hielt der Sohn des Künstlers, Hartwig Schröter vor rund 40 Besuchern eine informative Einführung. Der 71-Jährige würdigte Ilse Hannsz, die spätere Lebensgefährtin seines Vaters, die trotz ihres beachtlichen Alters von 90 Jahren ein „Netz knüpfte“, das letztendlich zur Ausrichtung der Ausstellung geführt habe. „Die Gemälde sind auch ein Zeitdokument, eine Dokumentation jener Zeit, in der nach dem Zweiten Weltkrieg der Aufstieg Stadtallendorfs zum Industriestandort ablief“, sagte Hartwig Schröter.

Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zum 20. August. Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Donnerstag von 9 bis 12 und von 14 bis 16 Uhr.

von Karin Waldhüter

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