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Ostkreis In der Schlossruine dreht sich alles um alte Märchen
Landkreis Ostkreis In der Schlossruine dreht sich alles um alte Märchen
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18:50 14.07.2011
Kimmi schneidet mit Betreuer Max vorsichtig Holzscheiben zu, die Sophie golden anmalt. Quelle: Karin Waldhüter

Rauschenberg. „Die Ferienspiele sind voll cool“, ruft die elfjährige Lea und hält ihr Igelkostüm in die Höhe. Aus Stöcken und Pappe hat sich die junge Rauschenbergerin für ihren Auftritt beim Elternfest phantasievoll und mit wenigen Mitteln ein tolles Kostüm gebastelt. Während Lea ihr Kostüm zeigt, sind Kimmi und Sophie unter der Aufsicht von Betreuer Max damit beschäftigt, an einer Dekupiersäge kleine Holzscheiben zu schneiden. Daraus sollen später Goldtaler entstehen.

Christina hat derweil einen Platz auf der Bank der „Schreibwerkstatt“ gefunden. Betreuerin Louise tippt gerade ein Märchen in den mitgebrachten Laptop ein, das sich die Achtjährige mit viel Phantasie ausgedacht hat. In der Schreibwerkstatt entstanden in der Woche zahlreiche Märchen, die zusammen mit selbstgemalten Bilderm am Ende in einem Ferienspielmärchenbuch gebündelt werden sollen.

An einem anderen Tisch schnippeln Paul, Benny und Daniel gemeinsam mit den Betreuern Lisa und Michaela fleißig Gemüse für das Mittagessen. Doris Martin ist die „treue Seele“ der Ferienspiele. Als Mutter ist sie vor einigen Jahren zu den Ferienspielen gekommen und bereitet seitdem ehrenamtlich das Mittagessen an der Schlossruine zu.

Erneut veranstaltet die Stadt Rauschenberg wieder zwei Ferienspielwochen. Die erste Woche fand bereits in Bracht statt und wurde gemeinsam mit dem dortigen Kindergarten organisiert. Die zweite Woche rund um die Schlossruine - stand unter der Leitung der Stadtjugendpflege. „In diesem Jahr sind Märchen aus aller Welt unser Thema“, erklärt Stadtjugendpflegerin Regina Theißen. Unterstützt wird sie bei ihrer Arbeit von zwölf ehrenamtlichen Betreuern, die fast alle einen Jugendleiterschein bei der Stadt Rauschenberg gemacht haben.

Mit einer Märchenstunde beginnt für die jungen Teilnehmer jeden Morgen um 8.30 der ereignisreiche Tag. Daran schließen sich dann Workshops passend zu den jeweiligen Märchen mit vielen Bastelangeboten an. Das weitläufige Gelände bietet zudem viel Platz für kreative Spiele, ein Balancierband ergänzt das Kletterangebot und die Freispielmöglichkeit. Besonders freuten sich die Kinder beim Besuch der OP schon auf das Elternfest. Im Mittelpunkt sollte das von den Kleinen ausgedachte Märchen „Die eingesperrte Prinzessin“ stehen.

von Karin Waldhüter