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In Neustadt herrscht „Land unter“

Unwetter In Neustadt herrscht „Land unter“

Das schwere Unwetter, das am späten Mittwochabend über weiten Teilen Hessens wütete, traf im Landkreis vor allem das Neustädter Stadtgebiet. Ab 1 Uhr in der Nacht war die Feuerwehr im Einsatz.

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Momberger Feurwehrleute pumpten in der Leipziger Straße gestern Mittag einen Keller leer.

Quelle: Michael Rinde

Neustadt. Um 12.30 Uhr war am Donnerstag für zahlreiche Feuerwehrleute aus der Kernstadt und aus Momberg immer noch kein Einsatzende absehbar. Zu diesem Zeitpunkt mussten noch neun Keller in der Königsberger und der Leipziger Straße abgearbeitet werden.

Ab 1 Uhr in der Nacht kamen zahlreiche Feuerwehrleute in der Kernstadt nicht mehr zur Ruhe. Schlamm und Wasser drang in Keller und Gebäude ein. „Der Schlamm stammte dieses Mal vor allem aus der Momberger Gemarkung“, erläuterte Erhard Wölk, Neustadts Stadtbrandinspektor, im Gespräch mit der OP.

Bereits vor zwei Jahren war Neustadt ebenso wie Stadtallendorf von einem Unwetter betroffen. Auch damals waren Lager, Werkstatt und Ausstellungsraum der Sanitär- und Heizungsfirma von Andreas Gnau betroffen. Etwa gegen 1.30 Uhr drangen Wasser und Schlamm auf das Grundstück, bahnten sich ihren Weg durch die Räume bis in die Ausstellung. Teilweise stand der Schlamm bis zu 30 Zentimeter hoch. Feuerwehrleute und später auch der Bauhof waren fast vier Stunden mit dem Säubern beschäftigt. „Hier war sogar ein Radlader im Einsatz“, schilderte Andreas Gnau die Bedingungen. Er lobte den Einsatz der Helfer ausdrücklich. Um weiteren Überflutungen vorzubeugen will er aber jetzt prüfen, wie sich seine Gebäude an der Ringstraße in Zukunft besser vor Unwetterfolgen schützen lassen, etwa durch wasserundurchlässige Tore.

von Michael Rinde

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