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Ostkreis In Lederkluft zum Gottesdienst
Landkreis Ostkreis In Lederkluft zum Gottesdienst
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21:55 27.10.2015
Gemeinsam mit Reiner Bieker segnete Messdiener Jason Schenk die Motorräder mit Weihwasser. Pfarrer Andreas Rhiel (im Hintergrund) sprach den aaronitischen Segen. Quelle: Karin Waldhüter
Neustadt

Ein ungewöhnlicher Anblick bot sich am Sonntagmorgen den Besuchern des Gottesdienstes in der katholischen Kirche Dreifaltigkeit: Rund 60 Biker bevölkerten den extra gesperrten Marktplatz. Sie hatten dort ihre schweren Maschinen abgestellt und mischten sich anschließend in ihrer schwarzen Lederkluft unter die Gläubigen.

„Gemeinsam mit den Motorradfreunden Neustadt entstand die Idee, wie in Stadtallendorf zum Saisonauftakt, in Neustadt den Abschluss der Motorradsaison mit einem Bikergottesdienst zu feiern“, erläuterte Initiator Reiner Bieker, der gemeinsam mit Erwin Schneider von der Fahrschule Schneider die Organisation übernommen hatte.

Andacht mit Segnung der Fahrer und der Motorräder

Schon die Premiere im vergangenen Jahr war ein Erfolg gewesen. Pfarrer Andreas Rhiel hatte damals schnell seine Zustimmung signalisiert. „Im letzten Jahr waren wir überrascht von der guten Resonanz, deshalb entschieden wir uns für eine Wiederholung“, betonte Schneider und freute sich über die noch größere Teilnehmerzahl in diesem Jahr.

An den Gottesdienst schloss sich auf dem Marktplatz eine kurze Andacht mit Segnung der Fahrer und der Motorräder an. Pfarrer Andreas Rhiel dankte in seinen Segensworten für eine gute Saison, bat um Schutz vor Unglück und Schaden und um eine glückliche Heimkehr auch im nächsten Jahr. In seinen Fürbitten erinnerte Schneider unter anderem an die Opfer von Verkehrsunfällen.

Nach einem kurzen Moment der Stille stimmten alle Motorradfreunde das „Bikerlied“ an. Danach ging es in einem langen, von zahlreichen Schaulustigen beobachteten Motorradkorso auf eine 40 Kilometer lange Strecke Richtung Vogelsberg, die im Gasthaus Linde in Neustadt mit einem gemütlichen Beisammensein endete. Wer dann noch nicht genug hatte, konnte mit Schneider noch eine Fahrt in den Knüll antreten.

von Karin Waldhüter