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Ostkreis In 3.000 Metern aus dem „Möbelwagen“
Landkreis Ostkreis In 3.000 Metern aus dem „Möbelwagen“
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20:12 15.10.2010
Voller Konzentration sitzen die Fallschirmspringer in der Maschine bevor sie sich aus der Heckklappe des Transporthubschraubers stürzen. Quelle: Alfons Wieber

Stadtallendorf / Ziegenhain. Bis auf 3.000 Meter Höhe hat sich der Hubschrauber der Bundeswehr über dem Flugplatz von Ziegenhain in die Höhe geschraubt. Plötzlich lösen sich von ihm fünf kleine, vom Boden aus kaum erkennbare dunkle Punkte und bilden sofort eine sternförmige Formation. Kurze Zeit später entfalten sich fünf Fallschirme, und wie an einer Perlenschnur gezogen schweben die Fallschirmjäger hintereinander dem Boden entgegen.

Der Segelflugplatz in Ziegenhain war bei der 15. Auflage des internationalen Fallschirmjägerwettkampfs der Bundeswehr zum ersten Mal Schauplatz der Fallschirmsprungtage. Traditionell richtet die Division für Spezielle Operationen den Wettkampf aus, den sie in Regensburg ins Leben gerufen hatte.

Fünf Bundeswehrmannschaften und eine Gastmannschaft aus Polen maßen sich in mehreren Disziplinen. Den Auftakt bildeten zu Beginn dieser Woche die bodengebundenen Wettkämpfe Kleiderschwimmen, Geländelauf und Schießen. Der Höhepunkt für die Teilnehmer und die Veranstalter stellten aber natürlich die drei Fallschirmsprungtage auf dem Ziegenhainer Platz dar.

Zunächst einmal war an allen drei Sprungtagen witterungsbedingtes Warten angesagt. Zwar verhinderte der morgendliche Bodennebel den Aufstieg des Hubschraubers nicht, aber die Springer brauchen aus Sicherheitsgründen aus ihrer Absprunghöhe von rund 10.000 Fuß (3.000 Meter) unbedingt Bodensicht, die sich erst gegen Mittag einstellte. Dann aber ging es Schlag auf Schlag. Rund sieben Minuten brauchte der Hubschrauber, um die Absprunghöhe zu erreichen: In der CH 53, dem „Möbelwagen“ des Heeres, saßen bei jedem Durchgang jeweils zwei Mannschaften von Soldaten, voller Konzentration und in gespannter Aufmerksamkeit.

von Alfons Wieber

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