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Ostkreis Implantat gibt Tauben ihr Gehör zurück
Landkreis Ostkreis Implantat gibt Tauben ihr Gehör zurück
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18:58 15.06.2010
Die siebenjährige Alena hat nicht nur einen Schmetterling im bemalten Gesicht, sondern trägt ganz selbstverständlich auch ein Cochlea Implantat, das durch eine Sendespule mit den Hörnerven verbunden ist. Dadurch kann sie hören. Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Sie tobt herum. Sie springt und lacht. Alena benimmt sich wie ein ganz normales Mädchen. Doch die Siebenjährige ist eigentlich gehörlos. „Alena, willst du nicht mal was trinken“, fragt ihre Mutter Marion Becovic. Die Kleine dreht sich mit einem breiten Grinsen um und nickt.

Dass Alena ihre Mutter so gut hören kann, ist ein Wunder. Ein medizinisches und technisches Wunder. Das Mädchen, das seit seiner Geburt taub ist, trägt ein sogenanntes Cochlea Implantat. Diese Hörprothese wandelt Schall in elektrische Impulse um, durch die der Hörnerv in der Hörschnecke stimuliert wird. So können Sprache und Töne wieder wahrgenommen werden. Alena versteht am Samstag beim Fest auf dem Hof der HNO-Klinik anlässlich des „5. Deutschen Cochlea Implantat-Tages“ alles. Sogar, wenn man hinter ihr steht.

„Ja, es ist wirklich toll zu sehen, wie sehr sich die Lebensqualität der Patienten verbessert“, freut sich Dr. Rainer-Matthias Weiß. Der Oberarzt und Leiter der Division Otologie an der Marburger Uniklink für HNO-Heilkunde operiert rund 50 mal im Jahr hochgradig Schwerhörige oder Gehörlose und setzt ihnen CI-Implantate ein. 1984 wurde das CI erstmalig bei einem Patienten eingesetzt. Voraussetzung für ein Implantat ist, dass die Taubheit auf einem Ausfall der Sinneszellen in der Hörschnecke beruht und der Hörnerv erhalten ist.

Interessierte Eltern können sich bei Natalja Müller telefonisch melden unter: 06423/54126. Das 1. Treffen findet am 10. Juli ab 14 Uhr in „Kraft‘s Hof“, Sterzhausen statt. Mehr Infos zu CI gibt es unter www.ci-shg-mittelhessen.de

von Nadine Weigel

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Printausgabe der OP.

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