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Immer im Dienst des guten Zwecks

Jubiläum Immer im Dienst des guten Zwecks

Mit 600000 Mitgliedern ist die Katholische Frauengemeinschaft Deutschland die größte ihrer Art. Seit einem halben Jahrhundert gibt es sie auch in der Kirchengemeinde St. Michael.

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Annemarie Hühn (links) ehrte Gründungsmitglieder.Fotos: Jonas Hielscher

Stadtallendorf. Schon der Gottesdienst begann sehr feierlich: Am Samstagabend zog Pfarrer Diethelm Vogel begleitet von einem Dutzend schwarz- weiß gekleideter Frauen mit roten Halstüchern in die Kirche ein. Bei diesen Frauen fast aller Altersgruppen handelte es sich um einige der rund 100 Mitglieder der KFD St. Michael.

Vogel betonte, die Frauengemeinschaft sei der größte Verein innerhalb der katholischen Kirche. In Stadtallendorf gebe es die Vereine St. Katharina und St. Michael, die unabhängig voneinander arbeiteten, aber auch gut kooperierten, wenn größere Aktionen ins Haus stehen. Die KFD St. Michael veranstaltet unter anderem drei Basare im Jahr oder besucht regelmäßig die Bewohner des Pflegeheims St. Bonifatius. Auch Annemarie Hühn die erste Vorsitzende, berichtete von zahlreichen Aktivitäten. Besonders die Ein- und Mehrtagesfahrten fänden Zuspruch von Frauen im gesamten Landkreis.

Im Gemeinschaftszentrum hatten anschließend die zahlreichen Ehrengäste die Gelegenheit, ihre Glückwünsche loszuwerden. Cornelia Prill, die erste Vorsitzende des FCKK Stadtallendorf, freute sich zum Beispiel über die jahrelange gute Zusammenarbeit: Die KFD und der FCKK organisieren jedes Jahr die Weiberfastnacht in Stadtallendorf.

Hühn, die dem Verein seit 20 Jahren vorsteht, erklärte, dass alle Spenden und sonstigen Erträge des Vereins dem St.-Bonifatius-Heim zu Gute kämmen. Sie ehrte zehn Mitglieder für ein halbes Jahrhundert Mitgliedschaft im KFD St. Michael.

Rosa Riehl ist die einzige, die beim allerersten Treffen im Jahr 1962 mit Pfarrer Josef Becker dabei war und noch heute aktiv ist. Die anderen neun Mitglieder traten bei der Gründungsfeier am 19. November im gleichen Jahr bei.

Da ein halbes Jahrhundert viel Zeit ist und in dieser Zeit viele, unterschiedlich geprägte Generationen geboren wurden, blickten die Frauen noch einmal zurück: Sie imitierten Sänger aus den vergangenen Jahrzehnten - mehr als zehn Frauen hatten sich dafür geschminkt und umgezogen. In einem Gespräch unterhielten sich zudem drei Frauen aus drei Generationen über Sinn und Zweck der KFD. Sie stellten anschaulich den Werdegang von der Müttergemeinschaft, über eine Bettgemeinschaft und eine caritative Organisation bis zur heutigen Frauengemeinschaft, in der Frauen aller Altersgruppen und Konfessionen gemeinsam ihren Dienst am Nächsten verrichten und sich gegenseitig Halt geben, dar.

von Jonas Hielscher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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