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Im Wahlkampf "rumort" es

Wohratal: Im Wahlkampf "rumort" es

Die Ortsvorsteher von Wohra und Halsdorf sehen keine akute Gefahr, dass durch den Wahlkampf alte Konflikte zwischen den Dörfern in den nächsten Wochen wieder aufreißen werden.

Wohratal. Wohratals Bürgermeister Peter Hartmann hat seine Teilnahme an einer beabsichtigten Podiumsdiskussion der OP schon im Vorfeld abgesagt. Aus seiner Sicht ist im Zusammenhang mit und rund um seinen Gegenkandidaten Edgar Kren (parteilos) schon zu viel geschehen.

Auf Anfrage erläuterte Hartmann seine Gründe für die Absage. Ein Punkt ist für Hartmann dabei ausschlagebend: „Er und seine Anhänger versuchen bewusst, Gräben zwischen Halsdorf und Wohra zu ziehen, was viele Bürger bei Veranstaltungen mitbekommen haben.“

Hartmann verweist außerdem auf Einträge von Kren auf dessen Facebook-Seite im Internet, die er als „unseriös und pubertär“ empfindet. In Krens Facebook-Profil finden sich Beschimpfungen und Beleidigungen, so unter anderem gegenüber dem Fernsehmoderator Johannes B. Kerner oder auch pauschal gegenüber Polizisten - allesamt im Zusammenhang mit Fußballereignissen. Und Hartmann bescheinigt Kren und seinen Anhängern „Provokationen“. Dafür wolle er bei einem Wahltalk kein Forum bieten,

Edgar Kren betont auf Anfrage der OP, dass er für einen Wahltalk bereit gewesen wäre. Vom Ziehen von Gräben zwischen den Bürgern der Ortsteile Wohra und Halsdorf will er indessen nichts wissen. Das Verhältnis der Ortsteile sei schon immer belastet gewesen.

Bei der Kirmes der Burschenschaft Halsdorf habe es einen Vorfall gegeben, ein Besucher aus Wohra sei des Zeltes verwiesen worden. Um Eskalationen zu vermeiden, habe die Burschenschaft Halsdorf ihrerseits einen Besuch bei der Kirmes in Wohra abgesagt. „Alles übrige waren Frotzeleien und Sprüche“, meint Kren.

Es sei schließlich sein demokratisches Recht gewesen, sich zur Wahl zu stellen. Doch wie empfinden die Ortsvorsteher von Wohra und Halsdorf als Personen, die das Dorfleben kennen die Situation, bahnen sich neue Differenzen zwischen den beiden Ortsteilen an? Im Dorf werde darüber geredet, dass es einen zweiten Kandidaten gebe. „Und viele wundern sich auch, wie einfach es ist, sich aufstellen zu lassen“, sagt Wohras Ortsvorsteherin Hannelore Keding-Groll. Sie sei überzeugt, dass sich die Bürger Gedanken machten, um dann richtig zu entscheiden. Sie hoffe und wünsche sich, dass es durch den jetzigen Wahlkampf eben keine alten oder neuen Gräben zwischen den Dörfern Wohra und Halsdorf aufrissen - wovon sie auch nicht ausgeht. „Ich denke, dass die breite Mehrheit der Menschen in den beiden Dörfern das genauso sieht wie ich“, betont sie. Der Halsdorfer Ortsvorsteher Hans-Georg Scheufler will sich zur Kandidatur von Edgar Kren nicht äußern. Aus seiner Sicht werde dem, was erzählt werde, viel zu viel Bedeutung zugemessen. „Manche Gerüchte sind auch weit übertrieben. Ich sehe es nicht so, dass eine neue Kluft zwischen Halsdorf und Wohra entsteht“, fasst Scheufler seine Sicht zusammen. Insgesamt sei das Klima zwischen den Bürgern der beiden Dörfer in den vergangenen Jahren sehr viel besser geworden. „Ich hoffe und bin zuversichtlich, dass das auch so bleiben wird“, ergänzt Scheufler.

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