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Im Reich der Geologen

Tag des Geotops Im Reich der Geologen

Am Tag des Geotops begaben sich zahlreiche Besucher im alten Kalksandsteinbruch auf die Spuren vergangener Zeiten und suchten nach Fossilien.

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Auch Heidi und Uwe Reuter stießen im Mengsberger Steinbruch auf einige Fossilien.Foto: Klaus Böttcher

Mengsberg. „Ich interessiere mich für Edelsteine und Fossilien“, sagt Antonia Arroyo, die zusammen mit Armin Randig aus Kirchhain nach Mengsberg gekommen. So wie die beiden sind zahlreiche Besucher in den Steinbruch gekommen, um nach Fossilien zu suchen. Von hier und da sind Hammerschläge hören. Bereits fündig geworden sind Heidi Reuter und ihr Mann Uwe aus Wohratal - was für Fossilien sie entdeckt haben, können sie allerdings nicht sagen.

Dafür steht Willi Schütz aus dem Gilserberger Hochland bereit. Er besitzt den geologischen Sachverstand, hat sich intensiv mit dem Momberger Graben beschäftigt und ein Buch mit dem Titel „Die Kalkkuppen bei Winterscheid“ geschrieben.Der Steinbruch bei Mengsberg sei ein Teil des Momberger Grabens, der bei Winterscheid im Naturschutzpark in einem Geotop beginne und im Momberger Steinbruch, wo jetzt der Tontaubenschießstand ist, endet, erklärt er.

„Überall findet man Fossilien“, sagt Björn Wolfig. Der Mengsberger ist stellvertretender Ortsvorsteher und hat im Rahmen des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ die Projektgruppe geleitet, die sich zu diesem Thema gebildet hat.

Fossilien sind die Reste von Pflanzen und Tieren vergangener Erdzeitalter sowie Spuren von Tieren in Gesteinsschichten. „Man kann den Kindern kaum erklären, dass hier früher Meer war. Das geht nicht in die Köpfe rein“, meint Wolfig und ergänzt: „Finden sie jedoch Muscheln oder andere Fossilien, so kommen sie schon ins Grübeln.“

Im Mengsberger Steinbruch wurde von 1968 bis 1998 durch die ortsansässige aber nicht mehr existente Firma Georg Wagner Kalkstein abgebaut, der als Schotter für den Wegebau diente. Seit der Stilllegung des Steinbruchs hat sich nicht viel verändert: „Wir wollen jetzt den Müll wegräumen und den Steinbruch teils freischneiden, damit nicht alles zu wuchert“, erklärt Wolfig und betont: „Wir wollen nicht, dass es hier zu wildem Tourismus ausartet und die Leute am Wochenende Steine klopfen, sondern es wird geführte Exkursionen mit verschiedenen Themen geben, wobei auch gefundene Stücke mitgegeben werden.“

von Klaus Böttcher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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