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Ostkreis Im März wird Linksabbiegen verboten
Landkreis Ostkreis Im März wird Linksabbiegen verboten
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19:08 27.02.2015
Beim Verkehrsversuch im Herbst verhinderten Betonelemente das Linksabbiegen. Ab März sollen „Hütchen“ den gleichen Zweck erfüllen. Sie sind in der Bahnhofsstraße (kleines Bild) im Einsatz, dort wurden sie aber weitgehend abgefahren. Fotos: Archiv/Rinde
Stadtallendorf

Da ist die Stadt in der Pflicht.

von Michael Rinde

Stadtallendorf. Im Laufe der nächsten Wochen werden sich Autofahrer im DAG-Gebiet und auf der „Ferrero“-Umgehung umstellen müssen. Das Linksabbiegen aus der Warthestraße auf die Kreisstraße 92 und von der Umgehungsstraße in die Warthestraße wird unterbunden (die OP berichtete). Das ist wörtlich gemeint: Wie bei einem Verkehrsversuch im vergangenen Herbst wird die Mittellinie „verbaut“, sprich mit kleinen Hütchen versehen. Sie sind vergleichbar den „Hütchen“ in der Bahnhofstraße. Diese Hütchen verhindern dort seit einigen Jahren gefährliche Linksabbiegemanöver. Die eigentliche Entscheidung hatte Bürgermeister Christian Somogyi bereits im vergangenen Herbst nach zwei Verkehrsversuchen getroffen. Inzwischen sind auch die letzten Details geklärt. Unter anderem musste mit Hessen Mobil noch eine Vereinbarung zum Schneeräumen getroffen werden. Hessen Mobil übernimmt diese Aufgabe aus Kreisstraßen Angesichts der engen Kurvenradien, die sich durch das Sperren der Mittellinie ergeben, wird wohl an der Einmündung künftig die Stadt miträumen. Dafür soll es eine Kostenvereinbarung zwischen Stadt und Baubehörde geben. Dies erläuterte Bürgermeister Somogyi gegenüber der OP. Er rechnet damit, dass die Stadt die „Hütchen“ im Laufe des März auf einer Länge von etwa 120 Metern auf der Mittellinie anbringen wird. Somogyi kann das Linksabbiegeverbot wie auch die Installation der „Hütchen“ als Ortspolizeibehörde in eigener Regie anordnen. Für ihn ist das Thema Verkehrsführung an der Warthestraße/Kreisstraße 92 damit abgehakt. Er sieht damit die Auflagen für die Stadt aus einem gerichtlichen Vergleich mit Anliegern erfüllt. Die Auseinandersetzung um die Verkehrsbelastung an der Warthestraße haben eine lange Vorgeschichte, die bis zu Unterschriftenaktionen und eben einer Klage vor dem Verwaltungsgericht Gießen zurückreichen. Ohne Änderungen bei der Verkehrsführung fahren nach Zählungen aus dem vergangenen Jahr rund 70 Prozent aller Autos über die Warthestraße in das DAG-Gebiet. Die jetzt geplante Regelung soll die Situation entschärfen und die Verkehrsbelastung in der Warthestraße verringern.

Beim Linksabbiegeverbot an der Einmündung der Warthestraße allein soll es nicht bleiben. Nach Anliegerbeschwerden will die Verwaltung Tempo-30-Zonen im DAG-Gebiet einrichten. „Offen ist nur noch, ob wir sie großflächig ausweisen oder für einzelne Straßen“, sagt Somogyi. Zuvor solle es aber noch eine Verkehrsschau mit anderen Behörden geben.

Spielplatzbaurückt näher

Aus Sicht der Verwaltung hat sich die Situation im DAG-Gebiet in den zurückliegenden Jahren immer mehr gewandelt, der Anteil der Wohnbebauung ist Zug um Zug gestiegen. Dem soll mit dem neuen Tempolimit jetzt Rechnung getragen werden. Allerdings bleibt das DAG-Gebiet auch das industrielle Herz der Stadt. Wie reagieren ansässige Unternehmen auf die Absichten? Laut Somogyi hat es bereits Gespräche mit einzelnen Industrieunternehmen gegeben. „Sie akzeptieren unsere Argumentation“, sagt der Verwaltungschef.

In diesem Herbst soll nun auch der gewünschte Spielplatz im DAG-Gebiet Realität werden. Im verabschiedeten Haushaltsplan sind Gelder für den Grunderwerb wie auch das Herrichten des Spielplatzes vorgesehen. „Wir sind bei den letzten Vertragsgesprächen“, erklärt Somogyi.

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