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Im Kampf gegen den Schwerverkehr

Verkehrssorgen Im Kampf gegen den Schwerverkehr

Die Hoffnungen auf einen Zebrastreifen auf der K 17 haben die Momberger bereits begraben. Und auch bei ihrer Forderung, den Schwerlastverkehr aus dem Ort zu verbannen, sind die Aussichten auf Erfolg eher schlecht.

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Die Kreisstraße 17 teilt Momberg in zwei Hälften –
und ist den Bürgern ein Dorn im Auge.Foto: Lerchbacher

Momberg. Die Kreisstraße 17 spaltet Momberg in zwei Teile. Besonders auffällig war dies in den vergangenen Wochen wegen der Sperrung zwischen Treysa und Wiera, die vermehrten Verkehr in dem Neustädter Stadtteil zur Folge hatte.

Alle Rufe nach einer mobilen Fußgängerampel verhallten, weil Momberg nicht auf der offiziell ausgeschriebenen Umleitungsstrecke liegt (die OP berichtete). Doch die Momberger dachten auch langfristig und planten, beim Landkreis einen Zebrastreifen einzufordern: Mindestens 400 Autos müssten zu Spitzenzeiten unterwegs sein oder 50 Fußgänger die Straße überqueren wollen, erklärte Kreissprecher Stephan Schienbein gegenüber dieser Zeitung. „Das sind Zahlen, die wir nicht erreichen“, kommentiert Jürgen Kaufmann aus dem Ortsbeirat. Das Gremium habe sich in seiner vergangenen Sitzung aber weitere Gedanken gemacht und wolle nun den Schwerlastverkehr aus Momberg fernhalten. „Unsere Straßen sind einfach nicht auf Fahrzeuge über 7,5 Tonnen ausgerichtet“, erklärt Kaufmann und spricht von beängstigenden Szenen im Begegnungsverkehr - sowohl inner- als auch außerhalb der Ortschaft.

„Straßen werden nur dann für den Schwerverkehr gesperrt, wenn zum Beispiel bauliche Mängel nach Einschätzung der Fachleute von Hessen Mobil dazu führen, keinen Schwerlastverkehr mehr über die Straße leiten zu können oder wenn etwa Brücken auf dieser Straße so beschädigt sind, dass der Schwerverkehr nicht mehr darüber fahren darf“, erklärt Dr. Markus Morr als Sprecher des Kreises die Bedingungen und ergänzt: „Meines Wissen gibt es auf der K 17 in Momberg weder bauliche Mängel, noch eine Brücke in schlechtem Zustand, die zu einer Sperrung des Schwerlastverkehrs führen könnten.“

Die Aussichten sind also nicht unbedingt rosig, nichtsdestotrotz schickt Bürgermeister Thomas Groll in dieser Woche eine entsprechende Anfrage an den Kreis ab: „Auch wir sehen die Notwendigkeit, dass etwas getan werden muss.“

Voraussichtlich heute, also zwei Werktage später als geplant, soll das Teilstück zwischen Wiera und Treysa wieder freigegeben werden, wie Horst Sinemus von Hessen Mobil Nordhessen erklärt. Dann aber trifft erneut Umleitungsverkehr den Landkreis: Die L 3155 wird im Bereich des Abzweigs Florshain bis zum Abzweig Frankenhain voll gesperrt. DDie Umleitung zur Bundesstraße 3 erfolgt dabei über die L3342 von Wiera über Mengsberg. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende November.

Am Teich geht es los

Die Momberger besprachen in ihrer Ortsbeiratssitzung auch noch das Thema Dorferneuerung: Im Rahmen des Ausbaus der Teichstraße solle es bald mit dem Umbau des Teiches umgehen, ein Projekt, das rund 93000 Euro kostet.

Erfreut nahmen die Momberger zur Kenntnis, dass der Deutschlandradweg zwischen Neustadt und Momberg nun durchgängig geteert sei. Außerdem sei der „Eselsweg“ zwischen Momberg und Mengsberg „radfahrtechnisch hergerichtet“, was ebenfalls sehr positiv zu bewerten sei.

Seit Sommer gibt es im Dorfgemeinschaftshaus ein Trauzimmer. Bereits zwei Paare gingen dort den Bund für das Leben ein. Besonders wichtig ist den Mombergern, dass das Zimmer behindertengerecht ausgestattet und barrierefrei erreichbar ist und somit auch für Auswärtige interessant sei, die nach einem geeigneten Raum suchten.

von Florian Lerchbacher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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