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Im Einsatz für den Friedhof

Eigenleistung Im Einsatz für den Friedhof

Seit Jahren kümmern sich Langendorfer ehrenamtlich um die Pflege der Friedhofsanlage in ihrem Ort. Damit entlasten sie auch die Gemeindekasse.

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Diese freiwilligen Helfer haben die Pflege der Friedhofsanlagen in Langendorf bereits vor Jahren übernommen. Privatfoto

Langendorf. In weit zurückliegender Zeit gab es in Wohratal mitunter große Probleme, ehrenamtliche Helfer zu finden. Das folgende Zitat stammt aus der „Chronik der Gemeinde Wohratal“: „Das Läuten soll bei Begräbnissen und das Kirchenläuten soll wie früher auch heute von Schuljungen geschehen. Es ist der Gemeinde nicht möglich, einen erwachsenen Mann in dieser schweren Zeit zu beschaffen.“ Das war im Jahre 1916 während des Ersten Weltkriegs. Helferprobleme in Sachen Friedhofspflege gibt es in der Gegenwart in Langendorf nicht, berichtet Herbert Schildwächter.

Die Gemeinde Wohratal ist Träger des Friedhofs in Langendorf. Seit dem Jahr 2003 pflegen Langendorfer Bürger den Friedhof in eigener Regie. Während eines Jahres fallen vielfältige Arbeiten für die ehrenamtlich tätigen Helfer an. Sie mähen und pflegen die Grünflächen und Wege, entfernen das herabgefallene Laub, schneiden Hecken und Bäume. Im Winter übernehmen sie den Räum- und Streudienst auf dem Friedhofsgelände. Für die Gemeinde Wohratal bedeutet dieses ehrenamtliche Engagement eine deutliche finanzielle Entlastung. Vor der „Gründung“ eines Helferteams gab es von der Gemeinde finanzierte Friedhofsarbeiter.

Die heutigen Helfer erhalten für ihre Arbeit kein Entgelt. Wohratals Bürgermeister Peter Hartmann erkennt die Arbeit der Langendorfer an und die Gemeinde kommt für manchmal anfallende Kosten für „Speis und Trank“ nach getaner Arbeit auf. Zum Rasenmähen verwenden die Helfer einen Aufsitzmäher, der im Jahre 2003 von der Jagdgenossenschaft Langendorf angeschafft wurde. Eigenleistung ist für die Langendorfer Bürger nichts Neues. So wurde im Jahr 1998 das Friedhofsgerätehaus in Eigenleistung errichtet. Auch der Weg auf dem Friedhofsgelände entstand vor Jahren in eigener Regie. Auch in diesem Jahr wollen sich die Rentner und Pensionäre Karl Hartmann, Wilhelm Damm, Heinz Schneider, Heinz Waldschmidt, Heinz Reinhardt, Wolfgang Coenen, Hans Schomann und Helmut Dietrich freiwillig engagieren.

Vier der Helfer haben das 70. Lebensjahr überschritten, die anderen haben ein Alter zwischen 60 und 70 Jahren. Wilhelm Damm ist mit 77 Jahren der älteste Helfer.

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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