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Im Abfall ist das Handy sicher

Kultur-Spektakel Im Abfall ist das Handy sicher

Vier Esel, ein Wandersmann und ein Kuckuck grüßen vom Turm der Schlossruine. Und das sind nur die Motive von drei Bannern, die Bürger aus den fünf Stadtteilen für das Spektakel gestalteten.

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Die Banner mit den Dorfnamen machen die Stadt, die Ortsvorsteher, die Künstler und die Bürger glücklich.Foto: Alisa Roller

Amöneburg. „Lass uns erst einmal weitergehen“, lautet der Rat von Lenas Mutter angesichts der zahlreichen Angebote, die es auf dem Kunsthandwerkermarkt gibt. Ihre 14-jährige Tochter gefallen die aus Nahrungsmittelverpackungen hergestellten Taschen von Anette Glanz. Die Gladenbacherin hat zum Beispiel Capri-Sonne-Packungen gereinigt und zu einer Tasche zusammengenäht. Nicht nur originell, sondern auch praktisch seien die Handyhüllen für den Gebrauch am Strand, betont sie: „Da kann man das Handy dann auch mal draußen liegen lassen, denn darin vermutet es niemand.“

An zahlreiche Ständen in der Schlossruine gab es Kunst, Schmuck oder nützliche Dinge für den Alltag zu erwerben: Das Angebot reicht von Bildern, Schnitzereien und Fotografien über Tücher, Taschen, Schmuck bis hin zu Seife, Marmelade und Babykleidung.

Süßer Körperschmuck

Es gab Zapfen aus Mauritius zu entdecken, die in unterschiedlichen Farben eingesprüht und zu Ohrringen verarbeitet wurden. Mit „täuschend echt“ warb Maren Lambrecht für ihren „Schoko-Schmuck“: Ob Hals, Ohr oder Hand - für alle Körperteile gab es eine Pralinenkreation.

Bilder aus Sand, der aus aller Welt stammt, bot Edeltraud Pomrehn aus Wehrda an.

Globale Kunst zeigte der „Verein für Internationale Kultur und Bildung“. Die Mitglieder präsentierten Kunst und Schmuck aus ihren Heimatländern, zum Beispiel Ketten aus Bohnen- oder Honigmelonensamen aus Kolumbien oder einen Bilderrahmen aus Khatamkari, was aus gepressten Drähten hergestellt und zu einem Muster verarbeitet ist.

Hinzu kam ein buntes Kinderprogramm, zu dem ein Auftritt der Gestiko Kids und Unterhaltung durch das „Affentheater“ aus Solingen gehörten.

Außerdem wurden die Plakate am Turm der Burgruine vorgestellt. „Eigentlich wollte die Marburger Tapetenfabrik die Gestaltung übernehmen. Aufgrund eines anderen Großauftrages konnte sie dies jedoch nicht wahrnehmen, hat uns aber die entsprechenden Materialien zur Verfügung gestellt“, betonte Inge-Eismann Nolte. Die Idee, dass jedes Dorf seinen Dorfnamen als Bild gestalten solle, stammte von Claudia Rhiel. Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg und die jeweiligen Ortsvorsteher präsentierten am Sonntag die Banner der Stadtteile - der „Berger Lupcher“, der „Erfurtshäuser Stigge Stegge, der „Roßdorfer Stinz“, der „Moadderfer Esil“ und der „Rerrekimer Kuckucker“. „So hat sich jeder nochmal über den eigenen Dorfnamen und seine Geschichte Gedanken gemacht“, sagte Eismann-Nolte.

von Alisa Roller

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