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Ostkreis "Ich mag die Offenheit in dieser Stadt"
Landkreis Ostkreis "Ich mag die Offenheit in dieser Stadt"
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18:16 10.07.2012
Urban Sersch sitzt in der Leseecke in der Lernwerkstatt der Georg-Büchner-Schule. Foto: Michael Rinde
Stadtallendorf

Die Georg-Büchner-Schule (GBS) war eigentlich zu keinem Zeitpunkt ohne „Chef“, nachdem Hartmut Reinl in den Ruhestand gegangen war. Anderthalb Jahre lang übernahm Urban Sersch als stellvertretender Schulleiter die Aufgaben zusätzlich. Jetzt herrscht Klarheit. Nach der inzwischen vierten Ausschreibung, bei der sich Sersch erstmals auch bewarb, gab es für ihn den Zuschlag vom hessischen Kultusministerium.

Serschs Entscheidung fiel nach einigen Ermutigungen und einem Gespräch im Schulleitungsteam. Zu diesem Team gehörte auch die Leiterin des Hauptschulzweiges, die sich bei den vorherigen drei Ausschreibungen bewarb und am Ende gegen die Stellenbesetzung mit einem Marburger Schulleiter erfolgreich geklagt hatte (diese Zeitung berichtete). „Ich hätte mich nie gegen sie beworben“, betont Sersch im Gespräch mit dieser Zeitung. Seine Bewerbung sei eine Entscheidung im Team genauso wie eine persönliche Entscheidung gewesen, sagt Sersch. Aus seiner Sicht ist nun eine Unsicherheit für die gesamte Schule beseitigt.

Sersch sieht sich als kommissarischer Schulleiter in der Tradition von Hartmut Reinl. Zwei Stichworte fallen in diesem Zusammenhang: die Rhythmisierung und das Ganztagsangebot der GBS. Hinter dem Begriff Rhythmisierung verbirgt sich das möglichst lange gemeinsame Lernen während des Unterrichtstages. Bei der Umsetzung dieses Konzeptes hatte die GBS eine Vorreiterrolle übernommen.

Sersch sieht seine Schule vor allem pädagogisch gut aufgestellt. Den hohen Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund empfindet er positiv. „Das ist eine Bereicherung für uns“, betont er. Das flexible Lernen will er zusammen mit dem Lehrerteam weiter voranbringen. Wichtig wäre es Sersch, dass die Schülerschaft dabei Zug um Zug auch mehr Verantwortung übernimmt. Größere Änderungen am pädagogischen Konzept hält er im Augenblick aber für nicht notwendig und wenn, so sollen sie gemeinsam mit den Kollegen entwickelt werden. In der Schulleiterrolle sieht er sich als Mannschaftsspieler, nicht als Einzelkämpfer.

GBS verzeichnetSchülerzuwachs

Zu Beginn des neuen Schuljahres 2012/2013 werden etwa 890 Schüler an der GBS unterrichtet, das sind 30 mehr als im zu Ende gegangenen Schuljahr. Auch das sieht Sersch als Lohn für die erfolgreiche Arbeit der Schule. Für die nahe Zukunft ist es für ihn wichtig, dass Schule und Stadtallendorfer Bevölkerung noch enger zusammenfinden als bisher. So möchte Sersch die schon laufende Zusammenarbeit mit Stadtallendorfer Vereinen beim Ganztagsangebot weiter ausbauen und stärken. „Unsere Schule muss mehr als Teil dieser Stadt wahrgenommen werden“, betont der Marburger.

Zu Stadtallendorf hat der Marburger selbst eine sehr gute Beziehung entwickelt. „Ich mag die Offenheit in dieser Stadt“, sagt er.

Acht Wochenstunden hat der Lehrer Urban Sersch im vergangenen Jahr noch in seinen Fächern Mathematik und Physik unterrichtet. Das Unterrichten will er auch als Schulleiter auf keinen Fall aufgeben. Sobald die Stellvertreterstelle wieder besetzt ist, wird Sersch auch zeitlich entlastet. Momentan muss er noch beide Aufgabengebiete übernehmen, sich unter anderem mit der künftigen Stundenplanung befassen.

Natürlich hat der 58-Jährige auch Wünsche für die Zukunft seiner Schule. Zwar habe der Kreis in den vergangenen Jahren sehr viel in die Schule investiert, doch es gibt immer noch Nachholbedarf in einigen Gebäuden, wie zum Beispiel Haus 7. Außerdem wünscht sich Sersch eine noch bessere Stellenzuweisung für den Ausbau des Ganztagsangebot.

Braucht die Georg-Büchner-Schule möglichst schnell eine eigene gymnasiale Oberstufe? „Wir wären in der Lage, eine entsprechende Jahrgangsstufenbreite zu bilden“, sagt er selbstbewusst. Eine eigene Oberstufe könnte auch die Schulwirklichkeit positiv verändern. „Doch die Frage lautet doch, ob der Kreis in der Lage wäre, Schulen mit Oberstufe in Kirchhain und Stadtallendorf zu schaffen“, sagt Sersch. Wenn das Thema Oberstufe mal akut werden sollte, so will Sersch, dass es darüber einen breiten Dialog gibt, auch mit den Nachbarschulen.

von Michael Rinde

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