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Ostkreis "Ich bekam auch viel zurück"
Landkreis Ostkreis "Ich bekam auch viel zurück"
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17:52 07.07.2013
Landrat Robert Fischbach und Minister Dr. Thomas Schäfer überreichten das Verdienstkreuz an Edith Martin. Foto: Tannert
Marburg

Die Verleihung des Verdienstkreuzes an die Hatzbacherin fand an einem un­gewöhnlichen, aber umso passenderen Ort statt: im Mutter-Kind Zentrum des Universitätsklinikums. Dies hatte sich Edith Martin gewünscht. Für ihren unermüdlichen Einsatz und ihre Unterstützung schwer kranker Kinder und deren Familien wurde ihr das Bundesverdienstkreuz der ersten Klasse über­geben. Diese selten verliehene hohe Ordensstufe zeige in besonderem Maße den hohen Respekt und die Anerkennung ihrer Leistungen, sagte Landrat Robert Fischbach. Es sei nicht nur ein besonderer Ort, sondern auch eine besondere Ehre.

Gemeinsam mit Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer überreichte er dem Ehrengast die Auszeichnung. „Wir wollen nicht nur großen Dank äußern, sondern auch die Bitte, dass Sie Ihr Werk weiterführen“, sagte Schäfer. Es gäbe nicht viele Menschen, die sich so intensiv um andere Menschen kümmerten.

Die Hatzbacherin Edith Martin ist Mitbegründerin und Vorsitzende der Elterninitiative für leukämie- und tumorkranke Kinder (die OP berichtete). Seit nunmehr 30 Jahren setze sie sich mit großem Fachwissen und Fingerspitzengefühl für hunderte von Kindern und Familien ein, betonte Fischbach. Und dies trotz persönlicher schwerer Schicksalsschläge, den Tod ihres jüngeren Sohnes und ihres Mannes. Beide starben an Krebs. Edith Martin trug mit ihrem Verein maßgeblich dazu bei, dass schwer kranke Kinder aus der Region und über deutsche Grenzen hinaus am Marburger Klinikum in größtmöglicher Nähe zu ihren Familien gepflegt werden konnten. Aufmerksam und liebevoll betreute sie zahlreiche Familien, spendete Trost und Unterstützung. Für ihr großes Engagement erhielt sie bereits 2003 den Ehrenbrief des Landes Hessen.

„Es ist nicht nur so, dass ich gegeben habe, ich bekam auch immer viel zurück“, sagte die Geehrte. Lange Reden lägen ihr nicht, sie beschreibe ihre Arbeit lieber mit Taten. Der Schwerpunkt des Vereins liegt aktuell vor allem auf psychosozialer Betreuung.

von Ina Tannert

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