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Ostkreis Hunderte feiern und genießen Kuchen
Landkreis Ostkreis Hunderte feiern und genießen Kuchen
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18:50 07.08.2011
Renate Gamb (von links), Hilde Kreyling und Uschi Obronschka präsentieren ein Blech des Heidelbeerkuchens. Quelle: Karin Waldhüter

Schweinsberg. Die Schweinsberger sind daran gewöhnt, dass das Wetter beim Termin „ihres“ Wallfestes immer wieder mal nicht so optimal ausfällt. Auch am Samstagabend, kurz vor Beginn der 41. Auflage des Festes, zog ein heftiger Gewitterregen über die Region und das Festgelände an der mächtigen Mauer der Schweinsberger Burg.

Das hielt aber die Organisatoren rund um Thorsten Schlote vom Verkehrs- und Verschönerungsverein sowie Thomas Berle und Thomas Ziegler vom Sportverein Schwarz-Weiß Schweinsberg nicht davon ab, sich mit dem Aufbau mehrerer großer Zeltdächer auf die ungünstige Witterung einzustellen. „Wir hatten keine andere Chance. Aber wir hatten uns bereits auf Grund der Wettervorhersagen darauf eingestellt und die Zelte besorgt“, erklärte Thorsten Schlote, während er zusammen mit seinen Helfern die Stangen für ein weiteres Zelt zusammensteckte.

Auch das am Nachmittag vorgesehene Fahrradgeschicklichkeitsturnier der Kinder, das seit einigen Jahren ein fester Bestandteil des Wallfest-Programms ist, war schon dem Wetter zum Opfer gefallen. Bereits am Vortag hatten rund 80 Helferinnen und Helfer für einen reibungslosen Aufbau gesorgt. Beide Vereine wechseln sich seit Jahren bei der Ausrichtung des Festes ab. „Die Verantwortlichkeit und die Mitarbeit ist fließend. Wir arbeiten immer Hand in Hand“, freute sich Schlote über die gute Zusammenarbeit.

Insgesamt bewertete Thorsten Schlote die von rund 500 wetterfesten Gästen besuchte Traditionsveranstaltung, die trotz der mehr oder weniger heftigen Regengüsse bis in den späten Abend ausgeharrt hatten, immer noch als einen Erfolg. „Wir sind noch einmal mit einem hellblauen Auge davongekommen“, resümierte Thorsten Schlote.

Rauschenberg. Die malerische Kulisse der Schlossruine sowie der beliebte Heidelbeerkuchen machten den traditionsreichen Heidelbeertanz auf dem Schlossberg wieder zum beliebten Treffpunkt.

Auch in seiner 52. Auflage hat der Heidelbeertanz nichts von seiner Beliebtheit eingebüßt. Obwohl am Samstagabend „Land unter“ auf dem Schlossberg herrschte, waren rund 450 Besucher zum Festauftakt mit den „Moskitos“ hinauf zur Schlossruine gekommen.

So zeigte sich der Vorsitzende des veranstaltenden VSV Rauschenberg Herbert Schleiter alles in allem zufrieden. „Wir müssen nicht nur den wirtschaftlichen Aspekt sehen, sondern auch die Fortführung einer langjährigen Tradition“, sagte Schleiter. Viele Besucher seien zwar richtig nass geworden, aber trotzdem geblieben, hätten bis in die Morgenstunden gefeiert und die Unterstände genutzt.

Während der Freiluft-Gottesdienst vor der malerischen Kulisse der Schlossruine mit Begleitung durch den Posaunenchor Ernsthausen gefeiert wurde, liefen in den Holzhütten die letzten Vorbereitungen der Vereinsmitglieder, um den Ansturm der Besucher auf den Heidelbeerkuchen und den Heidelbeerwein zu bewältigen. Zuständig für den Verkauf sind auch in diesem Jahr die Frauen der Gymnastikgruppe.

Rund 1.200 Stücke Kuchen verteilt auf 32 Bleche warteten auf ihre Abnehmer. Karin Hamel füllte noch schnell den Kaffee in die vorbereiteten Thermoskannen.

Horst Siegert, der stellvertretende Vorsitzende, stand hinter den großen Kuchenblechen bereit, die portionierten Stücke weiterzureichen. „Wenn ich den ein oder anderen großen Behälter sehe, den die Besucher mitgebracht haben, dann denke ich, dass alle Stücke weggehen“, schätzte Siegert. Lange Schlangen bildeten sich dann auch schnell vor dem Kuchenverkauf. Hunderte Besucher genossen den dick mit Heidelbeeren belegten Kuchen

Kirchhain. Die Mitglieder der Grothgemeinde „Surius“ ließen sich auch von Regenwetter und Gewitterschauer nicht abhalten, ihren traditionellen Dämmerschoppen zu feiern.

„Hessenland, du bist mein Heimatland“, schallte es aus dem Zelt am Marktplatz der Ohmstadt. Das sind die Klänge des Ohmtalboys, der seine Musikauswahl ganz nach dem Alter der Gäste richtete. Den Besuchern gefiel das am Samstagabend sehr gut. Es war bereits der 53. Dämmerschoppen.

Früher habe das Zelt zwischen Gerichtsweg und dem Weinberg gestanden, die Straße sei da abgesperrt worden, erzählt Hermann Albrecht, der Vorsitzende des 110 Mitglieder zählenden Vereins. Das sei durch verschiedene Bauprojekte heute nicht mehr möglich. Seitdem der Männergesangverein seinen Dämmerschoppen zum Hexenturm verlegt habe, sei man auf den Marktplatz gegangen. Dadurch brauche die Straße auch nicht gesperrt werden. „Wir wollen an historischer Stelle bleiben“, sagt Albrecht. In Verlängerung des Marktplatzes fangen die Straßen „Auf dem Groth“ und „Unterm Groth“ an. Mitglieder der Grothgemeinde sind Anwohner, aber auch viele, die in diesem Teil Kirchhains mal wohnten oder dort geboren sind. Viele von ihnen finden sich wie am Samstag beim traditionellen Dämmerschoppen einmal im Jahr ein.

von Alfons Wieber, Karin Waldhüter und Klaus Böttcher

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