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Arbeit am Deich nähert sich dem Ende

Hochwasserschutz verbessert Arbeit am Deich nähert sich dem Ende

Der Deichbau in Schweinsberg hat die Beteiligten im Vorfeld über Jahre 
 beschäftigt. Auch die 
Arbeiten haben sich aus mehreren Gründen scheinbar endlos 
hingezogen.

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Dieser Teil des Deiches bei Schweinsberg ist mittlerweile saniert.

Quelle: Michael Rinde

Schweinsberg. Die gute Nachricht vorab: Bereits seit geraumer Zeit erfüllt der auf 500 Metern Länge sanierte Deich bei Schweinsberg die ihm zugedachte Schutzfunktion. Das betont Bürgermeister Christian Somogyi auf die entsprechende Nachfrage der OP.

Aber fertig ist der Deich damit nicht, wobei davon auch die nach wie vor vorhandenen Baustellenutensilien bis hin zu Absperrbaken und Erde zeugen.Beim Deichbau steht jetzt die Endabnahme an. Wobei für die Stadt noch Klärungsbedarf gegenüber der Deichfirma bestehe, wie Somogyi erläutert.

Konkret geht es dabei um die Entwässerung des Bauwerkes, und zwar in Höhe eines neu entstehenden Feuchtbiotops, einem Amphibientümpel. Er liegt in Richtung Stadt Schweinsberg. Beim Entwässerungsablauf müssten bestimmte Höhenvorgaben erfüllt sein, so der Stadtallendorfer Bürgermeister. Das sei im Moment noch nicht der Fall, zumindest aus Sicht der Stadt.

Projekt hat lange Vorgeschichte

Das Gesamtprojekt Deichsanierung hat eine sehr lange Vorgeschichte. Es war bereits seit 2003 festgelegt, dass Handlungsbedarf besteht. Bis dann alles auch formal in trockenen Tüchern war, sprich genehmigt wurde, dauerte es letztlich bis 2016 – aus den unterschiedlichsten Gründen, wie diese Zeitung immer wieder berichtet hat.

Ein Faktor ist die Besonderheit des Gebietes, in dem der fragliche Teil des Deiches steht. Es ist Naturschutzgebiet, es gelten besondere Schutzvorschriften angesichts des kostbaren Moores am Rande Schweinsbergs. Bereits bei der Planung der Deichsanierung hat es langwierige Abstimmungsprozesse gegeben, vor allem mit dem Regierungspräsidium in Gießen als oberer Naturschutzbehörde. Das Regierungspräsidium ist auch Genehmigungsbehörde für die eigentlichen Sanierungsarbeiten gewesen.

Lange wurde beispielsweise um Bäume gerungen, die am Deich gewachsen waren. Diejenigen, die den Deichkörper bedrohten, wurden entfernt, andere durften bleiben. Wobei sich gezeigt habe, dass auch jetzt noch einzelne Bäume entfernt werden müssten, sagt Somogyi, etwa, weil sie sich doch noch als geschädigt erwiesen haben oder sich während der Bauarbeiten nicht ausreichend schützen ließen.

Land hat Zuschuss von 100 000 Euro zugesagt

Für die Stadt ist trotz der langen Dauer von Planung und Arbeiten jedoch am Ende das Ergebnis entscheidend. „Wir sind froh, dass wir endlich eine m berechtigten Wunsch der Bürger von Schweinsberg nachkommen konnten und den Hochwasserschutz nun optimiert haben“, sagt Somogyi.

Nicht zuletzt der Schweinsberger Ortsbeirat hatte sich vehement in den vergangenen Jahren dafür eingesetzt, dass auch der jetzige Abschnitt entsprechend der Forderungen des Regierungspräsidiums saniert wird. Auch preislich scheint derzeit noch alles in dem von der Stadt kalkulierten Rahmen abzulaufen. Eingeplant war ein Gesamtbetrag von 550 000 Euro für die reinen Bauarbeiten. Hinzu kommen allerdings noch die Planungskosten.

„Laut jetzigem Stand liegen wir bei Baukosten von 450 000 Euro“, erklärt Somogyi. Das Land hatte einen Zuschuss von 100 000 Euro für den besseren Hochwasserschutz zugesagt.

Allerdings fehlt jetzt noch die Schlussrechnung der Baufirma, wie die Stadtverwaltung betont. Und die dürfte von den Ergebnissen der Endabnahme abhängen. Für Freude über niedrigere Baukosten ist es also noch zu früh. Zusätzliche Arbeiten für den Naturschutz seien auch noch zu Buche geschlagen, so der Bürgermeister. Er rechnet nun mit einem zügigen Abschluss bei der „Baustelle Schweinsberger Deich“.

von Michael Rinde

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