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Hilfestellung auf dem Weg in die rosige Zukunft

Berufsorientierung Hilfestellung auf dem Weg in die rosige Zukunft

Er soll Spaß machen, zukunftssicher und abwechslungsreich sein und genug Geld einbringen, um eine Familie zu ernähren - so sieht der Traumberuf der Schüler der Mittelpunktschule Wohratal aus.

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Interessiert verfolgten die Schüler die Veranstaltungen des Berufsorientierungstages.Foto: Waldhüter

Halsdorf. Die rund sechzig Schüler der achten Hauptschulklasse und des gesamten neunten Jahrgangs der Mittelpunktschule haben klare Ziele und Vorstellung von der Zukunft und insbesondere von ihrem Traumberuf. Diese wurde während eines Berufsorientierungstages deutlich, den die Schule gemeinsam mit der Agentur für Arbeit und dem Grone-Bildungszentrum aus Stadtallendorf initiiert hatte.

Doch ihren Traumberuf zu umschreiben war nur eine der Aufgaben, die den Schülern den Weg in die Arbeitswelt erleichtern soll. „Mit der Veranstaltung wollen wir die gewonnenen Infos der kürzlich im Cineplex in Marburg stattgefundenen Ausbildungsmesse ,Berufswahl zum Anfassen‘ vertiefen und kompakter für die Schüler machen“, erklärte Stefanie Bergmann von der Agentur für Arbeit.

So übten die Schüler nicht nur Vorstellungsgespräche in Rollenspielen, absolvierten ein Spiel zum Kennenlernen des Arbeitsmarktes und gestalteten ein Plakat, sondern stellten auch einen Zeitplan für die Berufswahl auf. „Wann muss ich Bewerbungen schreiben? Wie viel Zeit habe ich noch um Zeugnisnoten zu verbessern und wo stehe ich gerade?“, sind nur einige der Fragen, die aufkamen. Ein Zeitplan soll helfen, all diese Fragen zeitlich besser einordnen zu können.

„Wir wollen den Schülern ein Feeling geben, wie es auf dem Weg in die Ausbildung weitergeht“, betonte Bergmann. Und Andreas Tauche vom Grone-Bildungsinstitut ergänzte: „Die Schüler werden sehen, dass es Stützpfeiler auf dem Weg in die Arbeitswelt gibt, um letztlich auch aus einer möglichen Orientierungslosigkeit etwas Konkretes zu machen.“

Seit jeher legt die Mittelpunkschule Wohratal großen Wert auf eine tiefgreifende Berufsorientierung. „Wir haben das Glück, in der Agentur für Arbeit und dem Grone Bildungszentrum zwei kompetente Partner zu haben“, betonte Leiter Michael Vaupel. Denn die Berufsorientierung funktioniere in Familien heutzutage nicht mehr so wie früher, ergänzte er und wies zum Beispiel auch auf die vielen neuen Berufe und Berufsbilder hin.

Schon in der fünften Klasse beginnt mit dem Fach „Berufsorientierung und Lebensplanung“ an der Mittelpunktschule die Vorbereitung auf die Arbeitswelt. Berufspraktika in den Jahrgangsstufen acht, neun und zehn schließen sich an.

Die gute Berufsvorbereitung trage Früchte, erklärt Vaupel:. „Die Schule hat eine gute Vermittlungsquote in die Berufe.“

Stefanie Bergmann begleitet die Jugendlichen, bis sie die Schule verlassen und bietet einmal im Monat eine Sprechstunde der Agentur für Arbeit an. Während des zweiten Teils des Berufsorientierungstages bekam sie Unterstützung: Von der Eisengießerei Fritz Winter standen Sebastian Höhn, zuständig für die Personalentwicklung, und Kristin Modes, Auszubildende zur technischen Modellbauerin, den Schülern Rede und Antwort. In Melanie Dietz und Bianca Walter waren zudem zwei Pflegefachkräfte aus dem Haus Rauschenberg gekommen, des Weiteren berichtete Corinna Krieb von ihrem Dualen Studium bei der Agentur für Arbeit. Die Runde vervollständigte der Student der Erziehungs- und Bildungswissenschaft, Sebastian Becker, der zurzeit ein Praktikum bei Grone absolviert.

Sie informierten unter anderem über die Dauer der Ausbildung, gaben Hilfestellungen für Vorstellungsgespräche, beschrieben Voraussetzungen für eine erfolgreiche Bewerbung, beantworteten Fragen nach Verdienst und Aufstiegsmöglichkeiten und stellten die nötigen sozialen Kompetenzen ihrer Berufe dar.

von Karin Waldhüter

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