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Ernsthausen hat bald eine Sorge weniger

Gefahrenschwerpunkt Ernsthausen hat bald eine Sorge weniger

Für Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger soll die Kreuzung der Landesstraßen 3073 und 3071 bei Ernsthausen sicherer ­werden. Ab Dienstag ­gestaltet Hessen Mobil diesen Bereich um.

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Bald soll es an der Kreuzung (aus Richtung Bundesstraße kommend) eine Linksabbiegerspur ins Dorf geben.

Quelle: Florian Lerchbacher

Ernsthausen. Schon seit einigen Jahren sorgen sich der Ortsbeirat und die Stadt Rauschenberg um die Verkehrssicherheit an der großen Kreuzung vor Ernsthausen. „Das ist ein Gefahrenschwerpunkt“, betont Bürgermeister Michael Emmerich und erinnert sich an mehrere Unfälle, die es dort gegeben habe – zum einen mit Linksabbiegern, die von der Landesstraße 3073 ins Dorf wollten, zum anderen aber auch mit Radfahrern, die die Straße überqueren wollten. Er sei froh, dass diese Stelle ab Dienstag umgestaltet werde, resümiert der Rathauschef.

Die Landesstraße 3073 bekommt aus Richtung Wohratal beziehungsweise von der Bundesstraße 3 kommend eine Linksabbiegerspur. Zum einen erleichtere dies das Abbiegen ins Dorf, zum anderen sorge die „räumliche Trennung“ von abbiegendem und fließendem Verkehr die Verkehrssicherheit, erklärt Sonja Lecher, die Pressesprecher von Hessen Mobil.

Eine „Trennung“ wird es auch an der Einmündung geben: Durch eine kleine Verkehrsinsel, die den ein- und den abbiegenden Verkehr voneinander fernhält. Mit dem Projekt einher geht eine Verbreiterung der Fahrbahn und der Einmündung – die Auswirkungen auf ein Gewässer hat, das ein Stück verlegt wird. Auf rund 400 Metern bekommt die Landesstraße neuen Asphalt.

Vollsperrung an 
zwei Wochenenden

Des Weiteren wird eine Querungshilfe für Radfahrer und Fußgänger eingerichtet und der parallel zur Landesstraße laufende Radweg an Ernsthausen angebunden, stellt Hessen Mobil heraus. Emmerich betont, dass auch die Stadt ein Stück Geh- und Radweg von der Kreuzung bis zur Straße „Im Tal“ baut – beziehungsweise bauen lässt. Er habe mit dem Ortsbeirat geklärt, dass die Ernsthäuser dieses zwischen 50 und 80 Meter lange Bauprojekt in Eigenleistung umsetzen, berichtet Emmerich.

Der Umbau der Kreuzung erfolgt in mehreren Bauphasen. Los geht es am Dienstag mit der Fahrspur Richtung Bundesstraße 3. Der Verkehr auf der Landesstraße wird aufgrund der halbseitigen Sperrung mit Ampeln geregelt – das gilt auch für die voraussichtlich Ende April beginnende zweite Bauphase, in der Hessen Mobil die andere Spur angeht. Dann allerdings wird die Einfahrt nach Ernsthausen voll gesperrt. Verkehrsteilnehmer müssen dann eine Umleitungsstrecke über L 3073, B 454 und L 3290 über Kirchhain, Stadtallendorf und Erksdorf in Kauf nehmen. Die (auf Anlieger beschränkten) Zufahrten aus dem Dorf auf die Landesstraße bleiben aber offen.

Schulleiter kritisiert Einschränkung für Busverbindung

In einer dritten Bauphase geht es an den Asphalteinbau. Dann ist die Kreuzung voll gesperrt. Diese Arbeiten sollen an zwei Wochenenden zwischen Donnerstagabend und Montagfrüh umgesetzt werden, um die Verkehrsbehinderungen möglichst gering zu halten. Der Verkehr soll dann über die B 3 und die L 3077 über Schwabendorf und Rauschenberg umgeleitet werden. Für Lastwagen sei eine großräumige Umleitung in Planung, sagt Lecher.

421.000 Euro soll das – wie Hessen Mobil plant – bis Juni dauernde Bauprojekt kosten. Schon jetzt gibt es Kritik: Michael Vaupel, Schulleiter der Mittelpunktschule, wäre gerne im Vorfeld über mögliche Einflüsse auf den Busverkehr informiert worden. Die Busse würden wenige Minuten vor Schulbeginn eintreffen. Ob dies Einfluss für Schüler habe, die aus Burgholz, Rauschenberg oder Kirchhain kommen, fragt Vaupel. Eine genaue Antwort kann Lecher nicht geben. Es sei noch nicht klar, ob die Ampelregelung Auswirkungen habe, berichtet die Sprecherin und betont, dass Hessen Mobil im Vorfeld sich immer mit dem Öffentlichen Personennahverkehr, Rettungsdiensten und den Kommunen abstimme.

von Florian Lerchbacher

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