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Ostkreis Herbstmarkt platzt aus allen Nähten
Landkreis Ostkreis Herbstmarkt platzt aus allen Nähten
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19:50 24.10.2010
„Michael O.“ zauberte an beiden Herbstmarkt-Tagen und knotete zur Freude der Kinder zahllose Luftballon-Tiere zusammen. Quelle: Karin Waldhüter

Stadtallendorf. Kein Wunder, denn das Angebot der rund 50 Aussteller war vielfältig und das Rahmenprogramm unterhaltsam. Der Herbstmarkt wusste die Besucher an den beiden Öffnungstagen wieder mit einem vielfältigen Angebot zu überzeugen. Zum vierten Mal erfolgte die Organisation des Herbstmarktes durch den Magistrat der Stadt Stadtallendorf.
Auf 1700 Quadratmetern Fläche in der Stadthalle und der gesamten Außenanlage reichte das Angebot unter anderem von Mode und Kosmetik über Schmuck, Wein und „ahle Worscht“, von Baustoffen, Solartechnik, Energieberatung und Hörgeräten bis hin zum neuen Familienauto. Am Samstagnachmittag eröffnete Bürgermeister Manfred Vollmer offiziell den Herbstmarkt. „Der Herbstmarkt bringt Industrie und Handwerk, Handel und Gewerbe mit den Bürgern zusammen“, so der Bürgermeister. Die Besucher sollten sich von der Leistungsfähigkeit der örtlichen Unternehmen überzeugen und die Aussteller sollten das Kundeninteresse spüren, erklärte Vollmer.
Bereits am Samstagnachmittag herrschte Hochbetrieb in der Stadthalle, während sich gestern der Besucherandrang noch einmal deutlich steigerte. Die Besucher informierten sich an den Ständen über Herbstneuheiten, nutzten die Stände der Direktvermarkter für eine Kostprobe oder genossen das reichhaltige Speisenangebot und pflegten die Geselligkeit. So auch Sigrid Seitz und Jutta Mann aus Stadtallendorf. Für sie steht fest: „Für jeden Stadtallendorfer ist es ein Muss, hierher zu gehen“, betonten die Frauen, die in diesem Jahr einige Firmen vermissten.
Dichtes Gedränge herrschte vor dem Hessentagsstand. Hier interessierten sich die Besucher besonders für den neu erschienen Hessentagsbildband von Nadine und Peter Lauritis. „Der Bildband findet rasenden Absatz“, erklärten die für den Verkauf zuständige Susanne Görge und Birgit Schmaus. Aber auch das Buch von Karl Weitzel und Günter Gnau – 50 Jahre Stadtgeschichte – erfreute sich großer Nachfrage.
Die Eisengießerei Fritz Winter, einer der größten Arbeitgeber in der Region Mittelhessen, nutzte den Markt, um sein Ausbildungsangebot darzustellen. Als „sehr zufriedenstellend“ beurteilte Ausstellerin Jutta Zein die Resonanz am Samstag. Nach zwei Jahren war sie in diesem Jahr wieder als Aussteller mit dabei. „Wir haben uns besonders viel Mühe gegeben, unsere Sachen so zu präsentieren, dass wir von den Besuchern gut angenommen werden“, erklärte sie. Gleich neben dem Stadthalleneingang informierte die DRK Bereitschaft und das Jugendrotkreuz Stadtallendorf die Besucher. Für die Kinder gab‘s hier kostenlose Tatoos und Kinderschminken, außerdem konnten die Besucher an einer Puppe Reanimationsübungen durchführen.
Auf dem Außenglände hatten einige Autohäuser ihre neuesten Modelle ausgestellt. „Die Leute informieren sich über Abgasnormen, Umweltfreundlichkeit, oder den Preis“, berichtet Norbert Groß vom Autohaus Masuch. Die Resonanz sei wetterabhängig. „Viele zieht es in die Wärme der Stadthalle“, sagte er. Besucherin Maria Haneck nutzte die Vorteile, die der Samstag den Besuchern bietet: „Da ist das Gedränge nicht so groß wie am Sonntag, man kommt überall gut durch“, erklärte sie.
Ihre Beobachtung deckte sich mit der Einschätzung von Herbstmarkt-Organisator Berthold Littich: „Am Samstag hatten wir etwas weniger, am Sonntag aber deutlich mehr Besucher als vor einem Jahr“, sagte Littich, der mit der Resonanz insgesamt zufrieden war. Für das nächste Jahr wünscht er sich eine Entzerrung der Besucherströme: Im Gedränge des Sonntagnachmittags sei es für die Aussteller kaum möglich gewesen, gute Kundengespräche zu führen.

von Karin Waldhüter