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Heimische Autobahngegner geben erneut Geld

A 49 Heimische Autobahngegner geben erneut Geld

Heimische Autobahngegner haben es innerhalb von wenigen Wochen ein zweites Mal geschafft, genügend Verpflichtungserklärungen zu sammeln, um eine weitere Klage gegen die A 49 zu unterstützen.

Stadtallendorf. Die Aktionsgemeinschaft zum Schutz des Ohmtals wird auch die Klage von Nabu und BUND gegen den A-49-Abschnitt Stadtallendorf - Gemünden (Felda) finanziell unterstützen. Dies erklärte Reinhard Forst, Sprecher der Aktionsgemeinschaft, gegenüber der OP. Auch bei der Klage gegen das Baurecht für den Abschnitt Schwalmstadt - Stadtallendorf beteiligt sich die Aktionsgemeinschaft.

Wiederum ist es gelungen, ausreichend Verpflichtungserklärungen von A-49-Gegnern zu erhalten, wie Forst erklärt. „Ich war völlig überrascht, dass das nochmal gelungen ist“, sagt Forst. Die Aktionsgemeinschaft werde einen bedeutenden Teil der Kosten übernehmen können. Es ist das mittlerweile vierte Mal, dass sich die A-49-Gegner, die kein eigenes Klagerecht haben, finanziell bei Verfahren einbringen. Forst weist auf einen anderen Schwachpunkt des A-49-Weiterbaues aus seiner Sicht hin: die ungesicherte Finanzierung. Im Jahr 2013 stehen Hessen seitens des Bundes 61 Millionen Euro, 34 Millionen Euro im Jahr 2014, 30 Millionen Euro im Jahr 2015, und 32 Millionen Euro im Jahr 2016 für Straßenneubauten zur Verfügung.

Im nächsten Jahr soll es lediglich 10 Millionen Euro für den Weiterbau der A 49 zwischen Bischhausen und Treysa geben. Forsts Mutmaßung: „Damit dauert es 84 Jahre bis zur Fertigstellung der Autobahn“. Dabei legt Forst zugrunde, dass wie 2013 nur ein Sechstel der Gelder für Straßenneubauten in die A 49 gesteckt werden. Die von Forst genannten Zahlen seien Teil der mittelfristigen Finanzplanung des Bundes, an der noch Änderungen möglich seien, erwidert Wolfgang Harms, Sprecher des hessischen Verkehrsministeriums. Er erklärte gestern im Übrigen, dass der Fertigstellungstermin für den Abschnitt Bischhausen - Treysa nach 2016 liegen wird. Denn noch sei nicht klar, wann der Bund welche Gelder bereitstellen werde, sagte Harms auf Nachfrage der OP.

von Michael Rinde

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