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Heim bleibt dicht, Soldaten erhalten Angebote

Bundeswehr Heim bleibt dicht, Soldaten erhalten Angebote

Die Freizeitangebote für die aktuell rund 1000 Soldaten am Standort Stadtallendorf haben sich aus Sicht der Divisionsführung verbessert. Ein Soldaten-Freizeitheim wird es aber wohl nicht mehr geben.

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„Haus Hohenwald“, das ehemalige Soldaten-Freizeitheim, bleibt wohl geschlossen. Stattdessen setzt die Truppe auf Freizeitprogramme. Archivfoto: Lerchbacher

Stadtallendorf. Beim „Haus Hohenwald“, dem früheren Soldaten-Freizeitheim, steht weiterhin „alles auf Rot“. So formuliert es Brigadegeneral Reinhardt Zudrop, stellvertretender Kommandeur der Division Spezielle Operationen. Er ist zugleich Standortältester, womit ihm die Liegenschaften in den Kasernen in Stadtallendorf unterstehen - so weit es den militärischen Bereich betrifft. Die Katholische Arbeitsgemeinschaft für Soldaten hatte sich entschieden, nicht in die Sanierung des Gebäudes zu investieren und den Betrieb aufzugeben (die OP berichtete). Seinerzeit hatten eine Arbeitsgruppe und das Baumanagement eine Summe von rund vier Millionen Euro errechnet, um das Haus wieder zeitgemäß nutzen und betreiben zu können.

Das Gebäude ist allerdings noch nicht für die Vermarktung, also den Verkauf vorgesehen, wie Zudrop auf Nachfrage der OP erläuterte. Damit bleibt zumindest noch ein Hoffnungsfunken. Seit der Ankunft in Stadtallendorf hatte die Führung der Division über mangelnde Freizeitangebote für Soldaten geklagt. Inzwischen sieht Zudrop aber Besserung. Ein „Programm der offenen Betreuung“, auch unterstützt von der KAS, wird offenbar gut genutzt. „Es ist großes Interesse daran vorhanden. Wir wollen es ausbauen“, sagt Zudrop.

Es geht dabei um gemeinsame Freizeitveranstaltungen. Auch für Freizeitsportler hat die Truppe ihr Angebot verbessert. Dazu wurde die Sport- und Fitnesshalle renoviert und ausgestattet. Sie soll in naher Zukunft auch optisch wieder ansprechend aussehen. „Für uns bleibt unser Bundeswehr-Bad weiterhin eine Bank“, ergänzt Zudrop. Das Bad soll allerdings in den nächsten Jahren saniert werden, der genaue Umfang wird zurzeit noch geprüft.

Außerdem investiert die Bundeswehr in ihr Offiziersheim. Dort laufen zurzeit Renovierungsarbeiten. Dabei wird auch die Kegelbahn, die außer Betrieb genommen werden musste, wieder benutzbar gemacht.

An anderer Stelle am Standort steht noch eine Entscheidung aus: Was wird aus der Militärgeschichtlichen Sammlung? Sie ist seit ihrem Umzug aus Neustadt in der Hessenkaserne untergebracht. Diese Kaserne wird im Jahr 2018 endgültig abgegeben. Zug um Zug werden bis dahin die wenigen noch genutzten Gebäude aufgegeben. Wann das beim früheren Stabsgebäude, in dem die Sammlung untergebracht ist, passiert, kann Zudrop noch nicht sagen. Fest steht derzeit, dass das zentrale Heizwerk für die Kaserne doch noch ein Jahr länger betrieben werden soll.

Eigentlich hatte das Bundeswehr-Dienstleistungszentrum das Heizwerk schon Ende dieses Jahres abschalten wollen. „Dass das Heizwerk nun weitergenutzt wird, hat aber nichts mit der Sammlung zu tun“, betont Zudrop.

In der nächsten Woche wird es einen runden Tisch zur Zukunft der Militärgeschichtlichen Sammlung, die 1998 den Otto-Ubbelohde-Preis erhielt, geben. Zudrop will alle, die mit der Sammlung zu tun haben, zusammenbringen. Er sieht zwei Möglichkeiten: „Entweder wir finden in der Herrenwaldkaserne einen Standort oder wir suchen eine Alternative außerhalb, was aber finanzierbar sein müsste.“ Eine Entscheidung darüber dürfte es beim runden Tisch aber kaum geben.

von Michael Rinde

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