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Hector gibt Grund zum Feiern

Feuerwehr-Oldtimer Hector gibt Grund zum Feiern

Noch heute erinnern sich die Neustädter gerne an „Hector“ - das erste Fahrzeug, das die Stadt vor 60 Jahren ihrer Feuerwehr kaufte.

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Unter großem Jubel der Neustädter ging Hector im Jahr 1997 in den Ruhestand.Privatfoto

Neustadt. Seit 60 Jahren ist die Feuerwehr Neustadt motorisiert. Im Jahr 1952 kaufte die Stadt das Löschfahrzeug LF15 von Mercedes - das damals zu den modernsten Feuerwehrfahrzeugen gehörte und Neustadt zu den ersten Feuerwehren im Landkreis machte, die motorisiert waren.

Das Fahrzeug verfügte neben einer Pumpe mit einer Leistung von 1500 Litern in der Minute schon über einen Wassertank. Auch bewährte sich der große Schlauchvorrat des Fahrzeuges bei zahlreichen Einsätzen. Die Neustädter Feuerwehrleute nannten das Fahrzeug liebevoll Hector.

Seine Robustheit zeigte das Fahrzeug unter anderem bei einem Brand in Gleimenhain im Jahr 1958, wo aufgrund des starken Frostes das Löschwasser gefror und die Feuerwehr kurzerhand den Brand mit Jauche bekämpfte.

1960 gab es einen Unfall und die Kameraden mussten Hector in Eigenleistung reparieren. Sein größter Einsatz sollte aber noch kommen: beim Brand der Ergee im Jahr 1970.

Das Fahrzeug leistete 45 Jahre treue Dienste und wurde 1997 außer Dienst gestellt. Da es für den Schrott zu schade war, sich in Neustadt aber kein Platz zum Unterstellen fand, wurde es als Leihgabe an das Feuerwehrmuseum Rhein-Main abgegeben. Dort fehlte nach einigen Jahren aber auch der Platz, und so kehrte Hector zurück nach Neustadt, wo es Unterschlupf bei Feuerwehrmann Frank Frohmüller fand.

Festwochenende steht an

Die Kameraden wollen am Wochenende 8./9. September ihre 60-jährige Motorisierung feiern. Los geht es am Samstag, 8. September, um 19 Uhr mit einem Dämmerschoppen im Gerätehaus. Für die Unterhaltung sorgt HR-3-DJ Udo Lotz.

Am Sonntag, 9. September, ist ab 11 Uhr Frühschoppen und Tag der offenen Tür. Nachmittags legt DJ Klaus Peter Kuhn wieder Oldies auf. Neben Hector wird auch moderne Löschtechnik zu sehen sein. Natürlich stehen Mitglieder der Einsatzabteilung für Fragen gerne zur Verfügung. Für Kinder gibt es eine Hüpfburg, und die Jugendfeuerwehr bietet verschiedene Spiele an. Nachmittags gibt es ein Kuchenbuffet.

von Frank Bielert

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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