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Hecke bremst Dorferneuerung

Bürokratie-Posse Hecke bremst Dorferneuerung

Die Umgestaltung des Platzes am Erfurtshäuser Bürgerhaus im Rahmen der Dorferneuerung ist wegen der Feuerwehrausfahrt derzeit ins Stocken geraten.

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Durch dieses Tor darf die Erfurtshäuser Feuerwehr nicht ausrücken, denn wir leben in Deutschand und der EU. Foto: Böttcher

Erfurtshausen. Anette Schick vom Arbeitskreis Dorferneuerung berichtete dem Ortsbeirat bei der jüngsten Sitzung den Sachstand der Dorferneuerung. Im Juli habe eine Begehung mit dem Planungsbüro Wecker und Weiß stattgefunden. Dabei wurden der Platz beim Bürgerhaus ebenso in Augenschein genommen wie die Ortseingänge, die Bushaltestelle, der Kirchplatz, der Friedhof und die Hauptstraße.

Die Planung des Bürgerhaus-Umfeldes ist der nächste anstehende Punkt für die Verwirklichung, aber da dreht man sich momentan im Kreis. Schuld daran ist die Feuerwehrausfahrt, die eigentlich nur nach vorne über den Platz vor dem Bürgerhaus erlaubt ist. Anette Schick hatte sich über die Sicherheitsbestimmungen für Feuerwehrgerätehäusern schlau gemacht, und auch Wehrführer Gunter Kaufmann bestätigte: „Die Vorschrift sagt, dass man mit dem Fahrzeug gerade heraus fahren können muss.“ Genau das erlauben aber die derzeitigen Gegebenheiten nicht. Die Hecke eines Privatgrundstückes steht im Weg und zwingt den Fahrer des Einsatzfahrzeuges direkt nach der Ausfahrt scharf nach links abzubiegen.

Um eine gerade Ausfahrt zu ermöglichen müsste von dem Eigentümer des Privatgrundstücks ein schmaler Streifen gekauft werden. Oder, wie es der Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg sagte, nur zwei Quadratmeter, um die Spitze zu brechen.

Wenn bei Festen der Vorplatz des Dorfgemeinschaftshauses genutzt wird, ist die Nutzung von der vorderen Ausfahrt so problematisch, dass das Auto nach hinten heraus gefahren werden muss. Deshalb ist das Problem nicht neu, und die Feuerwehr hat in Eigenleistung schon die hintere Ausfahrt verbreitert. Bei der Ortsbeiratssitzung reichte der Wehrführer einen Antrag auf den Anbau einer Fahrzeughalle ein, der das Problem lösen würde. „Das wären drei Mauern mit einem Dach darüber“, erklärte Wehrführer Kaufmann. Vor fünf bis sechs Jahren gab es schon eine Kostenermittlung dazu. Das Ergebnis waren 30 000 Euro. Jetzt wären das sicherlich 50 000 Euro, war man sich einig.

Bei der Außenplatzgestaltung des Bürgerhauses stocke im Moment alles, erklärte Anette Schick. Auch die Planung für das Gelände hinter dem Bürgerhaus solle erst dann auf den Weg gebracht werden, wenn der Punkt mit der Feuerwehrausfahrt geklärt sei. Erst wenn die Planung fertig sei, könne die Bewilligung beantragt werden. Deshalb habe man in diesem Jahr nichts Sichtbares für die Dorferneuerung bewirkt, bedauert sie und ergänzte, dass die nächste Sitzung des Arbeitskreises erst stattfinde, wenn der Punkt Feuerwehrausfahrt geklärt sei.

von Klaus Böttcher

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