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Hausbesitzer und Unternehmen zahlen mehr

Stadtallendorf Hausbesitzer und Unternehmen zahlen mehr

Die Erhöhung der Grund- und der Gewerbesteuer soll Stadtallendorf im nächsten Jahr bruttto gerechnet 1,44 Millionen Euro mehr Einnahmen bringen.

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Unternehmen wie der Süßwarenhersteller Ferrero zahlen ab Januar eine höhere Gewerbesteuer.

Quelle: Tobias Hirsch

Stadtallendorf. Seit Donnerstagabend ist es amtlich: Haus- und Grundstückseigentümer und Unternehmen zahlen ab Januar in Stadtallendorf höhere Steuern. Das Stadtparlament billigte mit breiter Mehrheit eine Anhebung der Grundsteuern und der Gewerbesteuer. Ab dem nächsten Jahr beträgt der sogenannte Hebesatz bei der Grundsteuer A (für unbebaute Grundstücke) und der Grundsteuer B (für bebaute Grundstück jeweils 270 Prozentpunkte. Die Gewerbesteuer beträgt damit 330 Prozentpunkte. Allein von der Gewerbesteuer-Erhöhung verspricht sich die Stadt 1,3 Millionen Euro zusätzliche Einnahmen. Doch die Hälfte davon fließen durch Umlagen vor allem an den Kreis. Es war der einzige Tagesordnungspunkt, bei dem es in der Stadtparlamentssitzung zu einer Debatte kam. Scharfer Widerstand gegen die Erhöhung der drei städtischen Steuern kam von Bürgerblock / FDP. Friedhelm Wieber nannte die Grundsteuererhöhung „ein Stück weit ungerecht. Wir bestrafen die Bürger, die sich Eigentum geschaffen haben.“ Noch schärfer fiel Wiebers Kritik an den Gewerbesteuer-Plänen aus. Mit dieser Erhöhung nehme die Stadt den Unternehmen wieder einen Teil des Geldes weg, das sie sich erspart hätten. „Steuererhöhungen sind überhaupt nicht zu vermitteln“, schloss Wieber.

Klaus Ryborsch, Fraktionsvorsitzender der CDU, hatte die Steuerpläne zuvor verteidigt. Stadtallendorf habe die Finanz- und Wirtschaftskrise hart und deutlich zu spüren bekommen. Die Steuererhöhung sei nötig, um die Handlungsfähigkeit Stadtallendors zu sichern.

von Michael Rinde

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