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Ostkreis Hatzbach putzt sich für das Fest heraus
Landkreis Ostkreis Hatzbach putzt sich für das Fest heraus
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06:15 24.05.2012
Uwe und Andrea Hausrath (von links) sowie Klaus und Katja Schmidt (mit Sohn Marvin) präsentieren das neu aufgestellte Wappen.Fotos: Klaus Böttcher
Hatzbach

Wappen am Ortseingang, Bürger in bunten Kostümen und ein Bürgermeister im roten Hatzbach-Shirt - in den vergangenen Tagen gab es einiges zu sehen, was die Vorfreude auf die Veranstaltungen anlässlich des 750-jährigen Bestehens schürt.

Zum Beispiel hat Hatzbach nun ein Wappen, auf das die Besucher direkt am Ortseingang stoßen. „Im Zuge der Dorferneuerung und des Wettbewerbs ‚Unser Dorf‘ kamen wir darauf, dass wir kein eigenes Dorfwappen haben“, sagt Ortsvorsteher Frank Drescher.

Entsprechend begaben sich die Hatzbacher auf Recherche im Staatsarchiv und entwickelten Ideen, aus denen die Familien Hausrath und Schmidt ein Wappen gestalteten. Durch die Mitte des Wappens zieht sich in strahlendem Blau der Hatzbach. Die dadurch entstandene rechte Hälfte ist gelb und erinnert an das Gold des Landgrafen von Ziegenhain, zu dessen Hoheitsgebiet die Region einst zählte. Darin prangt ein Mühlrad als Zeichen für die Steinmühle und die erstmalige urkundlichen Erwähnung des Dorfes. Die linke Hälfte hat einen silbernen Untergrund, von dem sich drei schwarze Quadrate absetzen, die das Wappen der Familie von Knoblauch darstellen.

Uwe Hausrath und Klaus Schmidt haben das Wappen gebaut und aufgestellt. Darunter zu sehen ist der Schriftzug „750“. „Wir haben dafür über 100 Apfelblüten gepflanzt“, berichtet Andrea Hausrath. Katja Schmidt betont, die weißen Blumen hätten am besten zum Wappen gepasst.

Zur 750-Jahr-Feier passt auch, dass Stadtallendorfs Bürgermeister die Schirmherrschaft übernommen hat. „Es ist meine erste Schirmherrschaft, ich hoffe, dass wir es gemeinsam gut hinbekommen“, kommentierte Christian Somogyi, der zu diesem Zeitpunkt bereits perfekt integriert war und sich rein äußerlich nicht mehr von den Hatzbachern unterschied, denn er hatte auch das rote T-Shirt mit dem Aufdruck 750-Jahr-Feier angelegt.

„Ich übernehme gerne die Schirmherrschaft“, sagte er und lobte die gute Zusammenarbeit in Hatzbach: „Hier ist alles stimmig.“ Er habe ein gutes Gefühl für das Fest. „Für das Fest brauchten wir einen Schirmherrn und wir meinten, dass der Bürgermeister der richtige Mann dafür ist“, sagte Bernd Schuchardt, der Vorsitzende des Bürgervereins Hatzbach, der die Feierlichkeiten ausrichtet.

Ein Höhepunkt des Festprogramms ließ sich während der Übernahme der Schirmherrschaft schon erahnen, denn es waren einige Mitglieder der Theatergruppe in historischen Kostümen gekommen. Sie werden bei einem sogenannten bewegten Theater auf fünf Bühnen unter dem Titel „Die Sage vom Jungferborn“ die Hatzbacher Geschichte nachspielen.

Hatzbach. Am Pfingstsonntag findet in Hatzbach der Grenzgang statt, die erste Veranstaltung der Feierlichkeiten anlässlich des 750-jährigen Bestehens. Mit dabei sind dann auch die Wanderfreunde Hatzbachtal, die sich darum gekümmert haben, dass die Teilnahme als geführte Tageswanderung für das Internationale Volkssportabzeichen gewertet werden kann. Startkarten gibt es ab 9.30 Uhr am Bürgerhaus.

Der große Tag beginnt um 9 Uhr mit einem Gottesdienst an der Kirche. Der eigentliche Grenzgang startet um 10 Uhr am Bürgerhaus – an der Spitze die Hatzjäger in ihren historischen Kostümen. Direkt dahinter folgen die Fahnenabordnungen der Vereine. Für Musik sorgt der Posaunenchor Eichwald. Am Beginn der gemeinsamen Gemarkungsgrenze zu Erksdorf wird der Ortsvorsteher des Nachbarorts von den Hatzjägern drei Mal mit den Worten „Der Stein – die Grenze – in Ewigkeit“ auf den Grenzstein gesetzt. Diese Prozedur wiederholt sich dann an der Gemarkungsgrenze zu Emsdorf und Wolferode. Bei der Ortswüstung Krummelbach gibt es ab 12 Uhr Erbsensuppe und Getränke. Dann spielt der Posaunenchor Hatzbach. Nach der Rast geht es zurück zum Bürgerhaus. Die Strecke ist rund zehn Kilometer lang. Es besteht auch die Möglichkeit, eine sieben Kilometer lange Strecke zu wandern.

Erstmalig in Erscheinung tritt am Sonntag auch der Projektchor unter Leitung von Organist Björn Henkel.

Die Wanderfreunde Hatzbachtal setzen einen Bus ein, der um 8.40 Uhr in Kirchhain am Bahnhof, um 9 Uhr am Busbahnhof in Stadtallendorf, um 9.15 Uhr in Erksdorf und um 9.20 Uhr in Emsdorf hält. Die Rückfahrt ist für 17.30 Uhr geplant. Anmeldungen nimmt Horst Erdel entgegen, Telefon 06428/2843.

von Klaus Böttcher

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