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Hartmann schafft erwarteten Wahlsieg

Wohratal Hartmann schafft erwarteten Wahlsieg

Mit 61,7 Prozent lag die Wahlbeteiligung in Wohratal gestern leicht über der vor 6 Jahren. Amtsinhaber Peter Hartmann holte 989 der insgesamt 1113 gültigen Stimmen.

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Jochen Kirchner, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Bürgermeister und Volker Carle, Bürgermeister von Cölbe, gratulierten dem Wahlsieger Peter Hartmann. Foto: Michael Rinde

Wohratal. Gleich nach Schließung der Wahllokale um 18 Uhr verbreitete Bürgermeisterkandidat und Eintracht-Frankfurt-Fan Edgar Kren noch Zuversicht: „Wenn die Eintracht schon verliert, kann doch wenigstens ich gewinnen“, sagte er gegenüber der OP. Zwanzig Minuten später waren die Realitäten klar: Amtsinhaber Peter Hartmann siegt mit 88,1 Prozent der Stimmen, Kren holt 11,9 Prozent.

Es vergingen einige Minuten, bevor der eindeutige und von vielen im Saal auch so erwartete Wahlsieger Hartmann den Bürgerhaussaal betrat. Er hatte noch Wahlergebnisse in das Internet gestellt. Und dann fand Hartmann bei seiner kurzen Ansprache klare Worte: „Das ist ein guter Tag für Wohratal, bemerkte er, um sich dann an seinen Gegenkandidaten und seine Unterstützer zu wenden: Kren habe vor Kurzem schon einmal (Anmerkung der Redaktion: auf dem Fußballplatz) die Rote Karte gesehen. „Heute hat er die zweite bekommen“, fügte Hartmann an und sprach von Gräben, die aufgerissen worden seien und die jetzt wieder zugeschüttet werden müssten.

Edgar Kren zeigte sich mit seinem Ergebnis allerdings sehr zufrieden. „Das liegt so, wie ich es erwartet hatte“, sagte er im Gespräch mit dieser Zeitung. Kren unterstellte Wahlsieger Hartmann, „unsportliches Nach­treten“. Beim Betreten des Saals habe er ihm gleich gratuliert.

Hartmann hatte nach seiner Ansprache eine Freibierrunde spendiert und dabei allerdings den Tisch mit Krens Anhängern ausgenommen. „Sie sind doch auch seine Bürger“, merkte Kren gegenüber der OP dazu an. Der Halsdorfer will sein politisches Engagement aber möglicherweise nicht beenden. Es gebe Überlegungen, dass er und sein Freundeskreis eine Liste bei der nächsten Kommunalwahl aufstellen könnten.

Die übrigen politischen Reaktionen im Saal fielen eindeutig aus. So sprach Oliver Mohr (Offene Liste Wohratal, OLW), der Erste Beigeordnete der Gemeinde Wohratal, „von einem Ergebnis der Vernunft“. Von neuen Gräben in der Gemeinde wollte er aber nicht reden.

Sehr deutlich fiel das Statement von Harald Homberger (OLW) aus. Er griff Edgar Kren scharf an: „Es ging ihm nie um eine ernsthafte Kandidatur, sondern nur um Aufmerksamkeit für sich und seine Unterstützer, “ sagte Homberger. Mit seiner Art der Kandidatur habe er die Arbeit aller, die sich in Wohratal politisch engagierten, missachtet. Hartmanns Abschneiden nannte Homberger „sehr erfreulich.“

Etwas diplomatischer äußerte sich Dr. Gerhard Willmund, Fraktionsvorsitzender der CDU. Bei solchen Kandidaturen wie der von Edgar Kren sei es immer möglich, dass sich Unzufriedene auf ihn festlegten. Auch Willmund würdigte Hartmanns sehr gutes Abschneiden nachdrücklich. Dem schloss sich beim gemeinsamen Gespräch mit dieser Zeitung gestern Abend auch Heiko Dawedeit von den Bürgern für Wohratal an. Er hoffe auf die weiterhin gute Zusammenarbeit mit Peter Hartmann.

SPD und CDU hatten Hartmann vor der Wahl offiziell und öffentlich unterstützt. Ingo Neurath, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD, äußerte sich ebenfalls unmissverständlich: „Es ist sehr erfreulich, dass Peter Hartmann wieder gewonnen hat. Ein solches Ergebnis hatte ich erwartet“, sagte er. „Doch einen richtigen Wahlkampf hat es ja auch nicht gegeben“, ergänzte Neurath.

Bürgermeister Peter Hartmanns persönliche Bilanz des Wahlabends: „Das war das Ergebnis, das ich mir erhofft habe. Ich werde jetzt mit Energie und Kraft sechs Jahre weiterarbeiten“, versprach er.

von Michael Rinde

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