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Hansen-Turm steht im Fokus

Neustadt Hansen-Turm steht im Fokus

Der Junker-Hansen-Turm als größter Fachwerkrundbau der Welt und Wahrzeichen der Stadt Neustadt sowie das Rathaus standen im Mittelpunkt von Dreharbeiten.

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Andre Schlipp überzeugte das Filmteam des Hessischen Rundfunks als Junker Hans. Besonders beeindruckend war seine Natürlichkeit.

Quelle: Karin Waldhüter

Neustadt. Ein vierköpfiges Filmteam des Hessischen Rundfunks war einen Tag lang in Neustadt unterwegs und machte Aufnahmen für die Sendung „Burgen und Schlösser im Marburger Land“. Der Beitrag wird Bestandteil einer 45-minütigen Sendung, die der HR am Dienstag, 12. Juli, um 20.15 Uhr ausstrahlen will.

Neustadt war für das Filmteam bereits die dritte Etappe im Landkreis: Zuvor hatte es Aufnahmen am Schloss in Biedenkopf und am Marburger Schloss gemacht. Bevor es zu den Dreharbeiten in den um das Jahr 1480 erbauten Junker-Hansen-Turm und das Schloss kam, in dem seit 1950 das Rathaus beheimatet ist, nutzte das Team das Sonnenlicht, um Außenaufnahmen in der näheren Umgebung zu machen.

Begleitet von Norbert Gies von der Stadt Neustadt suchte das Filmteam die schönste Einstellung, um den berühmten Junker-Hansen-Turm ins beste Licht zu rücken. Fündig wurde Kameramann Bernd Götz schließlich im Haus des Aussiedlerhofs der Familie Nees, die ihn vom Fenster ihres Schlafzimmers aus Aufnahmen machen ließ.

Dann wurde es für Andre Schlipp, der sich als Gästeführer bestens mit der Historie des Junker-Hansen-Turms auskennt, ernst, und sein schauspielerisches Talent als Junker Hans war gefragt.

Der Film soll die Zuschauer direkt ins Mittelalter versetzen. Für die ersten Aufnahmen geht es hinauf in die oberste Etage des 50 Meter hohen Turms, der nicht nur zur Verteidigung sondern auch als Wohnturm geplant worden war. Dort berichtete Schlipp, mit Bart und Kostüm verkleidet, von der besonderen Leistung des Baumeisters und ging auch kurz auf die alte Sage ein, dass der Teufel mit Junker Hans im Bunde gewesen sei. Insgesamt berichtet Junker Hans zusammen mit seinem Festungsbaumeister Hans Jakob von Ettlingen, den im Film Sebastian Henkel verkörpert, viel über die Historie des Turms.

Damit zeigt der Film schon, was die Stadt Neustadt etablieren möchte: mittelalterliche Themenführungen. An der konkreten Ausarbeitung wird zur Zeit noch gearbeitet.

Neben Schlipp und Henkel werden weitere Neustädter in dem Film zu sehen sein: Als Barde tritt Werner Gies mit einem Lied in Neustädter Mundart auf. Auch Bürgermeister Thomas Groll kommt zu Wort. Zudem tritt die Historische Bürgerwehr auf. Ebenfalls vor Ort war während der Dreharbeiten Gerhard Bieker, der Vorsitzende des Kulturhistorischen Vereins. Im eigentlichen Sinne sei Schloss Dörnberg kein Schloss, sondern immer ein Amtssitz gewesen, spezifizierte er im Gespräch mit dieser Zeitung.

von Karin Waldhüter

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