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Ostkreis Hans-Jürgen Schneider installiert Ladesäule
Landkreis Ostkreis Hans-Jürgen Schneider installiert Ladesäule
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17:32 16.02.2018
Hans-Jürgen Schneider hat in der Stadtallendorfer Donaustraße auf seinem Firmengelände eine Elektro-Schnellladesäule installiert – öffentlich zugänglich. Quelle: Andreas Schmidt
Stadtallendorf

„Ich bin jetzt Tankstellenbesitzer“, sagt Hans-Jürgen Schneider, Geschäftsführer von Elektroplan-Schneider in Stadtallendorf, lachend. Denn auf seinem Firmengelände in der Donaustraße hat er jüngst eine Ladestation mit zwei Anschlüssen errichten lassen.

Die befindet sich zwar hinter einer Schranke, soll aber nach dem Willen des Stadtallendorfer Unternehmers für alle nutzbar sein. „Während der Geschäftszeiten reicht es, an der Schranke zu klingeln, danach muss man eine Handy-Nummer anrufen“, sagt Schneider.

Denkbar sei aber auch, die Schranke künftig mit der Ladesäule zu koppeln – wer eine „Tankkarte“ vor die Säule halte, für den werde die Schranke geöffnet.

Doch was hat den 73-Jährigen dazu gebracht, die Schnellladesäule, die mit 22 statt der üblichen 11 Kilowatt lädt, zu installieren? „Ich bin unter anderem in der Union Beratender Ingenieure beim ,Forum für Zukunftsenergien‘ als Beauftragter des Präsidiums für den Bereich Elektromobilität zuständig“, sagt Schneider.

Auch hat er im Auftrag der „Nationalen Plattform Elektromobilität“ (NPE) am technischen Leitfaden zur Ladeinfrastruktur mitgearbeitet. Da sei es für ihn quasi selbstverständlich, dass er den Gedanken der Elektromobilität auch mit einer eigenen Ladesäule unterstütze.

Infrastruktur wichtig für Akzeptanz von Elektro-Fahrzeugen

Denn für Schneider ist klar: „Die Akzeptanz von Elektro-Fahrzeugen ist stark von der Verbreitung der Lade-Infrastruktur abhängig. Und wenn ich schon Elektromobilität verbreiten will, dann muss ich auch was dafür tun.

Ich will mit gutem Beispiel vorangehen.“ Daher hat Schneider auch zwei E-Autos angeschafft – um selbst und in der Mitarbeiterschaft Erfahrungen zu machen und diese auch an weitere Unternehmer und auch Privatpersonen weiterzugeben.
Hans-Jürgen Schneider weiß aber noch von weiteren Problemen: Vor allem in Großstädten, wo es Tausende „Laternenparker“ gibt, ist die Ladeinfrastruktur ein Problem.

„Ich setze auf induktive Ladung“, verdeutlicht er. Die technischen Verbesserungen des berührungslosen Ladens seien immens, mittlerweile sei schon ein Ladestrom von elf Kilowatt zu erreichen – wie bei normalen Ladesäulen auch.

Die Vorteile lägen auf der Hand: Schnelle, großflächige Installationsmöglichkeiten, „und wenn ich mit dem Auto auf die Schleife fahre, dann wird es erkannt und direkt geladen“ – das wäre ein immenser Fortschritt. Dazu müsse aber auch die Netzleistung entsprechend ausgebaut werden.

von Andreas Schmidt