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Stadtallendorf aktiv Händler auf Vorstandssuche

Ende Juni wollen sich die in der Werbegemeinschaft „Stadtallendorf aktiv“ organisierten Einzelhändler erneut zusammensetzen, um über ein Vereinskonzept und einen künftigen Vorstand zu beraten.

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Die Werbegemeinschaft kämpfte um die Kurzzeitparkplätze, die jetzt teilweise einer Ladengalerie weichen.

Quelle: Michael Rinde

Stadtallendorf. Gerade einmal 16 Einzelhändler kamen am Montag zu den Hauptversammlungen von „Stadtallendorf aktiv“. Es waren gleich zwei Versammlungen, die für das Jahr 2008 musste der Verein ebenso noch nachholen wie die für das vergangene Jahr. Der Verein mit derzeit 77 eingetragenen Mitgliedern aus der Stadtmitte und der Niederkleiner Straße steht vor einem Problem: Am Montagabend fand sich unter den Anwesenden keiner, der eines von bis zu drei vakanten Vorstandsämtern übernehmen will. Ganz kurz stand auch das Wort „Auflösung“ im Raum, ein Thema, das sich in der Diskussion aber schnell erledigte. „Das wäre die schlechteste aller Möglichkeiten, vor allem, weil der Name des Vereins etabliert ist“, brachte es Jörg Thorwart auf den Punkt.

Christian Schindler, 2007 zum Kassenführer gewählt, hatte sein Amt bereits nach einem halben Jahr wieder abgegeben. Ulrike Fritsch sprang für ihn ein. Christina Schindler will ihr Vorstandsamt nicht weiterführen, auch Peter Zein will aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kandidieren.

Während der Versammlung gab es zunächst deutliche Mitgliederkritik am noch amtierenden Vorstand. Olaf Körner und seine Kollegen bekamen vorgehalten, dass es während der vergangenen zwei Jahre weder eine Hauptversammlung noch Informationen für die Mitglieder oder eine Abstimmung gegeben hat. „Diese Kritik ist berechtigt, wir müssen sie uns gefallen lassen und können uns nur dafür entschuldigen“, sagte Körner. Auch die Information, dass Kandidaten für die Vorstandsarbeit gesucht werden, hatte offenbar nur einen kleinen Teil der Werbegemeinschaft erreicht.

Erwartungsgemäß nahmen die Auseinandersetzungen um die Innenstadtgestaltung, die Bebauung der Kurzzeitparkplätze und der dazugehörige Streit mit der Stadt breiten Raum in den Tätigkeitsberichten ein. Körners ganz persönliches Fazit der zurückliegenden Auseinandersetzungen: „Hier geht es um die politische Vernichtung der Stadtmitte. Der Bürgermeister hat gesiegt.“

Zein wies auf ein neues Problem hin: Noch in diesem Jahr soll der zweite Bauabschnitt der Bundesstraße 454 beginnen, verbunden mit einer neuerlichen Vollsperrung an der Kreuzung Wetzlarer Straße. „Dieses Mal müssen wir rechtzeitig intervenieren und uns zu Wort melden.“

In einer Hinsicht waren sich die Anwesenden einig: Wenige Wochen nach dem Hessentag soll es eine neuerliche Zusammenkunft geben. Dann soll es um die inhaltliche Ausrichtung der Werbegemeinschaft und das künftige Vorstandsteam gehen. Bis zu einer Neuwahl will das bisherige Team seine Arbeit fortsetzen und die anstehende Diskussion vorbereiten.

von Michael Rinde

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