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Gutmann-Straße behält ihren Namen

Amöneburg Gutmann-Straße behält ihren Namen

Die Gutmann-Straße in Amöneburg wird ihren Namen behalten: Im Parlament fand sich am Montag keine Mehrheit für eine Umbenennung.

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Der Name bleibt: Das Amöneburger Stadtparlament kann sich nicht dazu entschließen, die umstrittene Benennung der Dr.-Josef-Gutmann-Straße zu überdenken.

Amöneburg. Bereits zum zweiten Mal stand das Thema Gutmann auf der Tagesordnung des Stadtparlaments. Vor einem Monat hatten AWG, FWG und CDU eine Vorlage des Magistrats abgeschmettert, der die Geschichte des prügelnden Ex-Stiftsschulleiters aufarbeiten wollte, nach dem die Straße benannt ist. Nun lehnten die Fraktionen einen SPD-Antrag ab, der konkret die Umbenennung der Gutmann-Straße zum Ziel hatte (die OP berichtete).

„Wir müssen uns äußern, in irgendeiner Form. Es kann nicht sein, dass die Opfer heute noch leiden“, erklärte Dr. Rita Hörl-Eberl zum Antrag ihrer Fraktion.

AWG, FWG und CDU sahen dies jedoch anders. Stefan Heck, der Vorsitzende der CDU, erklärte, es sei fast unmöglich, heute noch zu einem richtigen und gerechten Urteil zu kommen. Peter Greib (AWG) sagte, er sei ein Kleinkind gewesen, als Gutmann Schulleiter war: „Ich kann mich nicht entschuldigen.“ Rudi Rhiel, der Vorsitzende der FWG, ergänzte: „Ich habe auch mal Ohrfeigen bekommen, aber dass jemand Schäden davongetragen hat, sehe ich nicht.“

Michael Richter-Plettenberg bezeichnete die einen Monat zurückliegende Entscheidung der Stadtverordneten als Tiefpunkt seiner Zeit als Bürgermeister. „Zum Schutz und zum Wohl der Stadt“ könne er das Votum nicht durchgehen lassen. Das Thema werde wieder auf der Tagesordnung landen, drohte er den Stadtverordneten. Abschließend fragte er die Stadtverordneten: „Warum schützen Sie einen Toten und nicht die Menschen, die sich äußern?“

Letztendlich stimmten die Vertreter von CDU, AWG und FWG sowohl gegen den Antrag an sich wie auch gegen das Verweisen in einen Ausschuss.

von Florian Lerchbacher

Mehr lesen Sie am Mittwoch in der gedruckten OP.

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