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Ostkreis Gruppe mit ähnlichen Bedürfnissen
Landkreis Ostkreis Gruppe mit ähnlichen Bedürfnissen
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20:00 04.02.2010
Die Schüler der Sportklasse des Jahrgangs sieben probieren sich derzeit im Sportunterricht im Badminton. Quelle: Florian Lerchbacher

Kirchhain. „Viele Eltern fragen, warum sie ihr Kind in eine Sportklasse stecken sollten – es mache schließlich in seiner Freizeit schon genug Sport“, sagt Volker Jennemann, der Koordinator des Schulsports an der Alfred-Wegener-Schule, und hat die passende Antwort parat: „Die Sportklassen sind ein Unterstützungssystem für gute Sportler.“ Sie sind Teil des vom Kultusministerium aufgelegten Landesprogramms „Talentsuche – Talentförderung“. Natürlich machen die Mitglieder von Sportklassen mehr Sport – aber nur minimal: Statt, wie in der fünften bis siebten Klasse üblich, zwei oder drei Stunden haben sie vier Stunden Sportunterricht.

Darin liegt aber nicht der Sinn des Konzeptes: Viel eher soll auf das Hobby der jungen Athleten Rücksicht genommen werden. „Wir fassen sportliche Kinder zusammen, da sie eine ähnliche Bedürfnislage haben. Sie befinden sich unter Gleichgesinnten, was erleichtert, dem Sport zugewandt zu sein“, sagte Jennemann und erklärt: Da die Kinder am Wochenende oft auf Veranstaltungen seien, werden in Sportklassen montags keine Arbeiten geschrieben. Außerdem achtet die Schule bei der Auswahl der Lehrer darauf, dass sie dem Sport gegenüber aufgeschlossen sind.

Seit drei Jahren gibt es das Konzept der Sportklassen – sowohl für das Gymnasium wie auch für die im Sommer einzurichtende verbundene Mittelschule. Die Vorreiter erreichen also in diesem Jahr die achte Klasse. Für die kommenden Fünftklässler gelten bei Interesse an den Sportklassen zunächst einige Aufnahmekriterien: Die Kinder müssen sportbegeistert sein, mindestens das Jugendschwimmabzeichen in Bronze (Freischwimmer) gemacht haben, eine Empfehlung von einem Vereinstrainer bekommen und, je nach Zahl der Anmeldungen, einen sportmotorischen Test bestehen. „Zudem müssen sie die Eignung für den Zweig, also entweder das Gymnasium oder die verbundene Mittelschule, haben“, ergänzt Jennemann.

von Florian Lerchbacher

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Printausgabe der OP.

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