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Grünes Licht für neuen Kreisverkehr

Fördermittel fließen 2014 Grünes Licht für neuen Kreisverkehr

Trotz der schwierigen Kassenlage kann Kirchhain zwei wichtige Straßenbauprojekte angehen. Das teilte Bauamtsleiter Volker Dornseif vor dem Ausschuss für Wirtschaft und Verkehr mit.

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Kirchhains Hauptverkehrskreuzung Frankfurter Straße/ Kasseler Straße wird durch den Bau eines Kreisverkehrs entschärft. Foto: Matthias Mayer

Kirchhain. Für das Großprojekt Stadteingang Süd liege die Förderzusage für 2014 vor, verkündete Dornseif den Stadtverordneten. Zu den geförderten Abschnitten gehörten der Ausbau des provisorische Lego-Kreisel unterhalb von Amöneburg sowie die Erneuerung der hinfälligen Straßen Amöneburger Tor und Untergasse bis zum Alten Amtsgericht. Die Förderquote bezifferte Dornseif auf 70 bis 80 Prozent. Die Mittel für dieses Straßenbauprojekt stehen bereits im Kirchhainer Haushaltsentwurf für 2014. Bürgermeister Jochen Kirchner hatte im August vor dem gleichen Ausschuss den von Kirchhain zu tragenden Restbetrag auf 450000 bis 500000 Euro beziffert.

Da stand 2010, als die Stadt schon einmal die Holperpiste in ein angemessenes Entree verwandeln wollte, eine ganz andere Summe im Raum. Kirchhain kalkulierte damals mit 2,5 Millionen Euro Gesamtkosten. Damals wollte die Stadt allerdings das Bauvorhaben allein schultern, um die Hoheit über den Bauablauf und das Baustellenmanagement zu behalten. Die Einkaufsstadt Kirchhain sollte nicht über Monate von wichtigen Kundenströmen abgeschnitten werden, so die damalige Überlegung. Das Projekt wurde durch die nicht erwarteten Förderbescheide für die energetische Sanierung von Bürgerhaus und Feuerwehrstützpunkt, die die Investitionsmittel der Stadt für dieses Vorhaben banden, aufgeschoben.

Wenn sich das gesamte Vorhaben heute deutlich preisgünstiger als 2010 geschätzt verwirklichen lässt, ist das neueren bautechnischen Untersuchungen geschuldet. Diese ergaben, dass die Straßen Amöneburger Tor und Untergasse noch einen soliden Unterbau haben und so nicht grundhaft saniert werden müssen. Das gilt auch für die Ohmbrücke, die sich als standfester als befürchtet erwies.

Auch an einem zweiten Verkehrsbrennpunkt der Stadt wird sich etwas tun. Volker Dornseif berichtete, dass Hessen Mobil den Bau eines Kreisverkehrs an der Kreuzung Frankfurter Straße/ Kasseler Straße nicht nur befürwortet, sondern sich auch an den Baukosten beteiligen wird. Diese gab Dornseif mit 60000 Euro an, wobei die Kunststoff-Elemente des Lego-Kreisels verwendet werde sollen.

Was kostet der Unterhalt des stadteigenen Straßennetzes? Volker Dornseif gab dem unter Vorsitz von Professor Erhard Mörschel tagenden Ausschuss auf diese Frage eine Antwort „aus Sicht des Ingenieurs.“ Nach einem Berechnungsschlüssel müssten für die Instandsetzung des 126 Kilometer langen Straßennetzes jährlich 900000 Euro aufgewendet werden. Aus Sicht des Kämmerers müssen es die von den Koalitionsfraktionen um 100000 Euro auf 309000 Euro abgesenkten Gelder reichen. Nicht zuletzt aus diesem Grund will die SPD-Fraktion dem Etat nicht zustimmen. „Das fällt uns später doppelt und dreifach auf die Füße“, hatte SPD-Fraktionschef Olaf Hausmann die aus seiner Sicht tendenziell kostspielige Form der Sparsamkeit beklagt.

Unterdessen scheinen die Tage der Kreistierschau in Kirchhain gezählt. Wie Jochen Kirchner dem Ausschuss berichtete, sei die Stadt nicht länger gewillt, zu ihrem Finanzierungsanteil von 10000 Euro für die Veranstaltung auch noch für die erheblichen Kosten aufzukommen, die die Vorbereitung des Geländes durch den Bauhof in einem sumpfigen Überschwemmungsgebiet nötig macht. Die Zuchtverbände hatten eine Beteiligung an diesen Kosten ebenso abgelehnt, wie den Wunsch der Stadt, die Veranstaltung an einen anderen Ort in Kirchhain zu verlegen. Die Vorschläge, die halbtägige Kreistierschau an das große Kirchhainer Reitturnier anzudocken oder in das Hoffest der Großseelheimer Familie Klingelhöfer zu integrieren, seinen ebenso abgelehnt worden wie die Bitte nach Vorlage eines zugkräftigen Konzepts unterblieben sei. Gleichwohl stünden noch 10000 Euro für die Kreistierschau im Etat. Die müssten allerdings als freiwillige Leistung noch genehmigt werden, betonte der Kämmerer.

Bereits 2011 hatte es einen Zwist zwischen Zuchtverbänden und der Stadt um die Kreistierschau gegeben.

von Matthias Mayer

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