Volltextsuche über das Angebot:

30 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Grünes Licht für dritten Bauabschnitt

Bundesstrae 454 Grünes Licht für dritten Bauabschnitt

Die Stadtverordneten sprachen sich am Donnerstagabend einstimmig für die vorgelegte Trassenführung des dritten Bauabschnittes bei der Tieferlegung der Bundesstraße 454 aus.

Voriger Artikel
Nur in Feinheiten gibt es Unterschiede
Nächster Artikel
Lieder zugunsten der Kirchenorgel

Am Kreuzungsbereich zwischen Hauptstraße und Bahnhofstraße soll die B 454 jetzt tiefer gelegt werden. Zwei Überwege könnten die Trennung zum Alten Dorf mildern.Foto: Klaus Böttcher

Stadtallendorf. Die Bundesstraße wird in drei Bauabschnitten tiefergelegt. Der erste Abschnitt, Einmündung der Waldstraße in die B 454, wurde schon vor Jahren ausgebaut und hat sich gut bewährt. Der zweite Abschnitt, der hauptsächlich den Knoten B454, Lilien-thalstraße und Wetzlarer Straße betrifft ist derzeit in Arbeit und soll im nächsten Jahr fertiggestellt sein.

Zurzeit werden die Planungsunterlagen für den dritten Bauabschnitt offengelegt, der bei der Tieferlegung hauptsächlich die Straßenkreuzung B454 mit der Hauptstraße und Bahnhofstraße betrifft. Diese Tieferlegung fügt sich an das Ende des zweiten Bauabschnittes an und endet etwa am Ortsausgang der Stadt in Richtung Neustadt.

Schon 2006 waren die städtischen Gremien und auch die Bürger über die Planungen informiert worden. Die Resonanz war seinerzeit groß, was das damalige Amt für Straßenverkehr, heute Hessen Mobil, als prinzipielle Zustimmung wertete und dazu veranlasste, dass noch ausstehende Detailprobleme mit dem Magistrat zu lösen seien.

Jetzt informierten sich zwei Fachausschüsse des Parlaments nochmals eingehend bei der erneuten Vorstellung der Planunterlagen durch einen Vertreter von Hessen Mobil. Der vom Magistrat vorgelegten Stellungnahme hatten beide Ausschüsse zugestimmt. Dieser Empfehlung folgten die Stadtverordneten einstimmig.

Änderungen beimLärmschutz notwendig

In der Stellungnahmen der Stadt spielt der Lärmschutz eine große Rolle. An einigen Häusern entlang des Kreppelweges und des Kronrings werden die Grenzwerte der Lärmschutzverordnung überschritten „Hier muss durch Veränderung der Lärmschutzplanung der aktive Schallschutz so verändert werden, dass zumindest die Grenzwerte der Verkehrslärmschutzverordnung eingehalten werden“, fordern die Abgeordneten in ihrer Stellungnahme. In einer weiteren Forderung soll der Fahrbahnbelag in den Bereichen der anliegenden Grundstücke so gestaltet werden, dass er schallabsorbierend wirkt. Auf der Bahnhofstraße und der Hauptstraße ist eine Verengung des Fußweges auf 1,5 Meter geplant. Da in diesem Bereich nach Auffassung der Stadt mit intensivem Fußgängerverkehr zu rechnen ist, wird eine Mindestbreite von 2 Metern gefordert. Unter anderen lautet eine weitere Forderung: „Der Übergang Kronpfad/Bismarckstraße soll neben dem neuen Übergang Heckenpfad erhalten bleiben.“

„Die Einwendungen müssen wir jetzt machen und nicht wenn die Bagger anrücken“, betonte Frank Hille von der CDU-Fraktion. Er forderte durchgehenden Lärmschutz und sagte provokant: „Sollen die Menschen mit Ohrenschützern auf der Terrasse sitzen?“ Es reiche nicht wenn die Stadt Einwendungen vorbringe, sagte Hill. Er forderte die Betroffenen zu Einwendungen auf.

Der SPD-Abgeordnete Jürgen Behler stellte die geplanten Fuß- und Radüberwege sowie den Wegfall zweier Ampelanlagen positiv heraus und meinte, die Tieferlegung alleine sei schon Lärmschutz.

Für die FDP-Fraktion lobte Winand Koch die Gesamtmaßnahme als maximale Entlastung, wodurch die Straße durchlässiger werde. Michael Goetz von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen stellte heraus, dass die Trennung der Stadt durch die Bundesstraße wegen der Überwege gemildert werde.

von Klaus Böttcher

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr