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Grünes Licht für Brückensanierungen

Gemeindeparlament tagte Grünes Licht für Brückensanierungen

In Wohratal wird es höchst wahrscheinlich keine Windräder geben. Das teilte Bürgermeister Peter Hartmann am Montagabend in Wohra der Gemeindevertretung mit.

Wohra. Der Standort im Mönchsburgwald bringe zwar mit 6,25 Metern pro Sekunde eine ausreichende Windgeschwindigkeit mit, werde aber von der oberen Naturschutzbehörde wegen seines „hohen Konfliktpotenzials für den Vogelschutz“ und des „sehr hohen Konfliktpotenzials für Fledermäuse“ abgelehnt. Das Regierungspräsidium werde die Fläche für das weitere Ausweisungsverfahren für Windkraft-Vorranggebiete nicht mehr berücksichtigen, erklärte der parteiunabhängige Bürgermeister.

Der zwischen Halsdorf und Josbach gelegene Standort oberhalb des Josbacher Windparks kommt nach Messungen der Marburger Stadtwerke nur auf eine durchschnittliche Windgeschwindigkeit von 5,5 Meter pro Sekunde und bleibt damit unter der Mindestanfordrerung. Damit bleibe der Gemeindevertretung nur noch die gemeinsame Entwicklung eines Windparks mit der Stadt Rauschenberg im Rauschenberger Stadtwald. Bei einem Beratungsgespräch mit der Stadt Rauschenberg und dem RP habe das Regierungspräsidium diese vom Gemeindeparlament schon am 24. April favorisierte Art der interkommunalen Zusammenarbeit begrüßt, erklärte Hartmann.

Zudem signalisierte Hartmann für die drei nächsten Brückensanierungen grünes Licht. Die Submission für die Bentreff-Brücke in Wohra (Langendorfer Straße), die Wohra-Brücke in Wohra (Gendalweg) und die Wohra-Brücke in Halsdorf (Hauptstraße) erfolge heute. Der Gemeindevorstand werde am 24. September die Aufträge ergeben.

Einstimmig gaben die Gemeindevertreter ihr Einverständnis für die Nutzung eines Betriebsgebäudes der Firma KomPack für Wohnzwecke von September bis Dezember 2012 für maximal 29 Leiharbeiter.

Zugleich beschlossen sie unter der gewohnt zügigen Sitzungsleitung von Karl-Ludwig Bubenheim die Einleitung eines Änderungsverfahrens für den Bebauungsplan „Gewerbegebiet Wohra Süd“. Dieses Verfahren hatte der Bürgermeister angeregt, um die Firma vor späteren Klagen gegen die schon beantragte Baugenehmigung zu schützen. Immobilien in Gewerbegebieten dürften zu Wohnzwecken nur von Hausmeistern und Betriebsleitern genutzt werden, hatte Peter Hartmann die rechtliche Lage erklärt.

von Matthias Mayer

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