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Grüne sagen Ja zum Bau der A 49

Koalitionsverhandlungen Grüne sagen Ja zum Bau der A 49

Der Weiterbau der Autobahn 40 vom jetzigen Autobahn-Ende bei Neuental-Bischausen über Schwalmstadt und Stadtallendorf bis zur Einmündung in die Autobahn 5 bei Gemünden/Felda hat eine weitere wichtige Hürde genommen.

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Quelle: Thommy Weiss

Stadtallendorf. Wie der Hessische Rundfunk berichtete, haben sich CDU und Bündnis 90/Die Grünen bei ihren Koalitionsverhandlungen darauf geeinigt, die beiden strittigen Autobahnprojekte A 44 und A 49 in Nordhessen zu vollenden. Die A 44 Kassel-Eisenach soll bis zur Einmündung in die A 4 bei Wommen fertiggebaut werden. Gleiches gilt für die Autobahn 49, die den Landkreis Marburg-Biedenkopf an das Autobahnnetz anschließen soll.

Die Bündnisgrünen hatten die Autobahn 49 über Jahrzehnte politisch bekämpft - mit besonderer Vehemenz im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Das ging so weit, dass die Kirchhainer Grünen mitten in einem Landtagswahlkampf einem Grünen-Landtagskandidaten aus Marburg die Gefolgschaft verweigerten, weil dieser den Bau der Straße aus verkehrlicher Sicht für notwendig hielt.

Kritik an Bürgermeistern

Im Wissen um die bisher ablehnende Haltung der Grünen zur Autobahn 49 hatten zuletzt die Bürgermeister von 23 im Einzugsgebiet der geplanten Straße liegenden Kommunen Schwarz-Grün aufgefordert, einen zügigen Weiterbau der Straße zu fördern. Das Problem: Derzeit ist nur der Abschnitt Neuental - Schwalmstadt im Bau. Für das Teilstück Schwalmstadt - Stadtallendorf Nord gibt es Baurecht, aber noch keine Haushaltsmittel. Die Trasse zwischen Stadtallendorf Nord und Gemünden/Felda wird beklagt. Die Bürgermeister befürchten bei einem Autobahnende in Schwalmstadt oder in Stadtallendorf erhebliche Verkehrsbelastungen durch den zu- und abfließenden Verkehr (die OP berichtete).

In einer Stellungnahme kritisiert Reinhard Forst von der Aktionsgemeinschaft Schutz des Ohmtals die seiner Meinung nach fehlende inhaltliche Auseinandersetzung der Bürgermeister mit der A 49. Langfristige finanzielle Zusagen des Bundes seien ausgeschlossen. Mit der von Autobahngegnern erarbeiteten Alternative, der Ertüchtigung vorhandener Straßen durch den Bau von Ortsumgehungen, hätten sich die Bürgermeiser nicht beschäftigt.

von Matthias Mayer

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